NWZ
, die dafür sorgten, dass der Verein auf ein völlig neues Gleis gestellt wurde – und die Nachwirkungen sind auch heute noch deutlich zu spüren.35 000 Mark erhielt der Verein im Frühjahr 2001 aus der vorangegangenenNWZ
-Weihnachtsaktion – Geld, das zu einer Langzeithilfe wurde. Die Vereinsvorsitzende Goertz schildert, wie die unerwartet hohe Spende Anlass war, die Arbeit des Kinderschutzbundes völlig neu zu gestalten.Hatte der Verein vorher lediglich in bescheidenem Maße Haushaltshilfen für Familien vermittelt, wurde nun nicht nur ein eigenes Domizil angemietet, sondern auch neue Angebote entwickelt – und mit der Sozialpädagogin Heike Krämer die erste hauptamtliche Kraft eingestellt.
Inzwischen gibt es nicht nur Kinderspielgruppen, sondern auch Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei der die Therapeutin Ruth Attenbrunner hilft, Familien zu stützen, bevor es zum Konflikt kommt. In einer weiteren Gruppe geht es unter der Leitung von Peter Schreiber um Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien. Hier wird den Kindern ein Forum geboten, sich über ihre Gefühle und Belastungen auszutauschen und sich gegenseitig zu stützen. Schreiber: „Hier versuchen wir, die vorhandene Trauer, Wut und Verzweiflung zu kanalisieren.“
Insgesamt sind inzwischen elf hauptamtliche Kräfte sowie etwa die gleiche Zahl an ehrenamtlichen Mitarbeitern für den Kinderschutzbund in Oldenburg aktiv.
Für die Zukunft haben sich die Beteiligten neue ehrgeizige Ziele gesetzt. In der kommenden Zeit sollen für ein neues Projekt sogenannte Paten-Großeltern vermittelt werden. Dafür soll eine entsprechende Börse aufgebaut werden, die dann geeignete Menschen zueinander bringt. Unterstützer für das Projekt sind hoch willkommen.
