Strücklingen - Das Fell vom Schaf fühlen, Marias Bauch anschauen oder einen glitzernden Turban bestaunen: Die Weihnachtsgeschichte wird für die Kinder der Katholischen Kindertagesstätte St. Georg in Strücklingen auf praktische Weise erfahrbar. Gleich im Eingangsbereich stehen die Figuren der Heiligen Drei Könige. Mit dabei haben sie Myrre, Weihrauch und Gold. Etwas weiter weisen Lichter und kleine Schafe den Weg zum Stall.

Über Wochen haben rund 100 Kinder in den Gruppen an dem Adventsweg gearbeitet und gebastelt. Er beginnt in Nazareth und endet in Betlehem. Es sei eine neue Idee an die Weihnachtsgeschichte heranzugehen, sagt Einrichtungsleiterin Susanne Jakobi. Der Adventsweg wurde zum ersten Mal gestaltet, ein ähnliches Projekt gab es aber bereits zu Ostern.

„Mit allen Sinnen erleben die Kinder die Weihnachtsgeschichte“, sagt Jakobi. Auf kreativem Weg werde ihnen der Glaube rein plastisch beigebracht. Neben den Kindergartenkindern beteiligten sich auch einige ältere Kinder aus der Krippe. Alle 109 Kinder aus sechs Gruppen können den Adventsweg bestaunen.

Zunächst wurde am 14. November eine gebastelte „Adventssonne“ aufgehangen. An ihren Strahlen waren Themenbereiche wie die Hirten, das Firmament oder der Stall befestigt, die ab dem 21. November in den Gruppen bearbeitet wurden. Dadurch wurde zwar das Grundthema festgelegt, aber die Kinder konnten selbst mitbestimmen, wie beispielsweise die Figuren gestaltet wurden und das Thema umgesetzt wurde.

Der Stall aus Holz zum Beispiel wurde so groß, dass er nicht mehr durch die Werkstatttür passte und zum Transport auseinandergebaut werden musste, berichtet Erzieherin Melanie Koopmann. Mit Nadine Schulte war sie eine der Pädagogen, die das Projekt betreute.


Die Kinder halfen dabei kräftig mit. „Ich habe die Felsen mit Ina gemacht und die Tür“, sagt Mara (5). Luisa half, die Figuren Maria und Josef zu gestalten. „Beim Spazierengehen“ sammelten sie dann für ein Lagerfeuer Stöcke, erklärt Florian, der mit Sofia den Weihnachtsstern anfertigte. Dessen Bedeutung kennt der Fünfjährige genau: „Der zeigt dem ganzen Land, wo das Christkind geboren ist.“

Unterstützung gab es auch von den Eltern. Einige Mütter brachten Lampen mit, sagt Enna (4). Ein Vater stellte Holz für den Stall zur Verfügung eine Mutter nähte den Turban eines Königs. Die Figuren sollen auch im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.

Jeweils zu den Bring- und Abholzeiten erkunden Eltern und Großeltern mit den Kindern den Adventsweg. Dieser kann noch bis zum Dreikönigstag angeschaut werden.