Hatter FDP zweifelt an Daten zum Grundwasser; NWZ vom 4. September:

Die FDP ist der Ansicht, dass es in dieser Region mit Massentierhaltung selbstverständlich keine Gülleüberschüsse gibt und von den tierhaltenden Landwirten grundsätzlich der Nährstoffkreislauf eingehalten wird. Wenn die Nitratwerte an den Messstationen zu hoch sind, so glauben die Mitglieder der Hatter FDP, dass die Messstationen defekt sein müssen oder der Standort der Messstationen einfach falsch gewählt wurde. Besser, man würde die Messstellen in Wäldern errichten. Dort sind die Nitratwerte nur halb so hoch. Bleiben die bisherigen wissenschaftlich begleiteten Messverfahren so bestehen, werden die Massentierhalter nicht aus den roten Nitrat-Gebieten herauskommen, bis der EuGH auf Antrag der EU-Kommission hier die Tierhaltung verbietet. So ein Mist!

Wohin dann also mit der überschüssigen Gülle? Das wissen die 692 Messstellen des EU-Nitratnetzwerkes. Davon lagen nach dem Nitratbericht 2020 des Bundesumweltamtes 26,7 % über dem EU-Grenzwert von 50 mg/Liter.

Die FDP meint, dass die Pflanzen ohne die Gülleüberschüsse doch glatt verhungern müssten. Und statt Futtermittel aus Südamerika zu importieren, werden dann gleich Lebensmittel aus dem Ausland bezogen. Sonst würde unser Volk verhungern. Wo bleiben dann in dieser Kette unsere Landwirte mit den bisherigen Geldabschöpfungsmöglichkeiten? Das darf die FDP nicht zulassen.

Fragen über Fragen. Einfach blöde, diese EU-Gesetze, die für eine Beschränkung der Gülleentsorgung auf den Maisäckern sorgen. Gut, dass es die FDP gibt. Die wird es sicherlich im Sinne der Landwirte richten. Egal, ob Natur und Umwelt dabei auf der Strecke bleiben.

Frank Poppe Wildeshausen