Ahlhorn - Es ist zwar nur ein kurzes Stück Wegstrecke, das von der Cloppenburger Straße direkt zum Gleis 1 des Ahlhorner Bahnhofes führt. Doch es war ein ziemlich weiter Weg, bis dieser Fußweg vor wenigen Wochen endlich Realität geworden ist. Umso erleichterter zeigte sich die CDU-Fraktion im Großenkneter Gemeinderat am Donnerstagmorgen bei einem Ortstermin, dass der kurze Fußweg zum Bahnhof jetzt wieder bequem möglich ist.
Der Ärger um den direkten Zugang zum Ahlhorner Bahnhof hatte im Sommer 2013 begonnen. Die Deutsche Bahn hatte damals das Bahnhofsgebäude an eine Privatperson verkauft. Der neue Eigentümer versperrte den direkten Zugang zu Gleis 1 mit einem Bauzaun. Er wollte nicht für die Instandhaltung des Weges verantwortlich sein, der ohnehin schon in einem schlechten Zustand war. Zudem lehnte der Eigentümer die Übernahme der Verkehrssicherungspflicht, so für das Schneeräumen, ab. Somit blieb nur die Möglichkeit, außen herum ums Gebäude zu gehen. Die Verwaltung verwies anfangs auch auf diesen Zugang von der P+R-Anlage zum Gleis 1.
Für die CDU war das keine überzeugende Lösung. Sie regte an, die fußläufige Verbindung am Ahlhorner Bahnhof zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Ratsherr Samuel Stoll suchte in der Folgezeit immer wieder das Gespräch mit dem Eigentümer. Im Sommer 2015 entstand daraus der Antrag, einen neuen Fußweg am Bahnhof Ahlhorn zu schaffen. Da hatte der Eigentümer des Bahnhofes nämlich gegenüber Stoll signalisiert, dass er zu einem Verkauf der notwendigen Fläche bereit wäre. Der Verwaltungsschuss beauftragte die Verwaltung, das entsprechende Grundstück zu erwerben.
Es ging dabei um 56 Quadratmeter, so Erster Gemeinderat Klaus Bigalke, der beim Ortstermin zugegen war. Die Gemeinde musste zudem mit der Deutschen Bahn sprechen, was eine zeitraubende Angelegenheit wegen wechselnder Gesprächspartner sein kann. Im Juni 2016 gab auch die Bahn grünes Licht. Sie stellte zwei Forderungen: zwei zusätzliche Lampen sowie den Bau eines Zauns zur Bahngleisseite. „Die Leuchten kommen noch“, so Bigalke.
Im November folgte schließlich der Auftrag zur Pflasterung des Weges. Für diese Arbeiten sowie Grundstückserwerb samt Vermessung gab die Kommune 11 400 Euro aus.
