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FRAGE:
Herr Wagner, Wilhelmshaven strebt eine Zusammenlegung des städtischen Reinhard-Nieter-Krankenhauses mit dem katholischen St.-Willehad-Hospital an. Sind damit alle Probleme im Krankenhaus erledigt?
WAGNER
: Natürlich nicht. Das wäre zwar schön, aber zunächst müssen wir da mal hinkommen. Das wird noch ein weiter steiniger Weg. Der Plan, zusammenzugehen bedeutet ja nicht, dass alles schon fertig ist.
FRAGE:
Welche Steine liegen noch auf dem Weg?
WAGNER
: Das wissen wir noch nicht. Schließlich sind wir ja noch gar nicht losgelaufen. Da sind ganz viele Detailaufgaben zu lösen.
FRAGE:
Zum Beispiel?
WAGNER
: Zunächst muss die gesellschaftsrechtliche Konstellation, die für beide Seiten passt, gefunden werden. Dann geht es um die genaue Größenordnung des Projekts, das Raumprogramm und die Frage, wie die Finanzierung funktionieren kann. Noch steht nicht fest, was das Land leisten kann und welche Mittel wir selbst aufbringen müssen. Die Details der Grundstücksfrage sind auch noch offen. Kurz: Die Aufgabenliste ist nahezu unendlich.
FRAGE:
Was wird aus der kirchlichen Ausrichtung des Willehad-Hospitals?
WAGNER
: Auch das gehört zu den Themen, die noch im Detail besprochen werden müssen. Da wird es sicherlich zu einigen Fragen noch intensive Diskussionen geben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir ein überzeugendes Konzept schaffen werden, um ein Krankenhaus für alle Menschen der Region zu werden.
FRAGE:
Wie ist es zu den Fusionsüberlegungen gekommen?
WAGNER
: Wir haben alle gesehen, dass unsere Krankenhäuser aktuell nicht im besten Zustand sind und einen beachtlichen Sanierungsbedarf haben. Deshalb ist es sinnvoll, in einer konzertierten Aktion ein neues Krankenhaus zu bauen.
FRAGE:
Was wird aus der Kooperationspartnerschaft zum Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch?
WAGNER
: Die Zusammenarbeit bekommt eine noch größere Bedeutung – und vielleicht steht tatsächlich am Ende ein gemeinsames Haus mit mehreren Gebäuden.
Andreas Wagner
(44, CDU) ist Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven. Im Gespräch erläutert er die Ziele der Stadt, das kommunale Reinhart-Nieter-Krankenhaus mit dem katholischen St.-Willehad-Hospital zu fusionieren. @