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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Weitere Spekulationen um Winterkorn

07.03.2016

Wolfsburg Der ehemalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn soll laut einem Medienbericht rund eineinhalb Jahre vor dem Auffliegen der Diesel-Affäre eine technische Einschätzung zu den auffälligen Abgasproblemen angefordert haben. Das berichtete zumindest die „Bild am Sonntag“ („BamS“) unter Berufung auf eine angebliche Aussage Winterkorns bei der Befragung durch die US-Anwälte von Jones Day.

Die Kanzlei ermittelt im Auftrag von VW, wie es zu dem Skandal um weltweit elf Millionen manipulierte Dieselfahrzeuge kommen konnte. Volkswagen wollte sich am Sonntag zu den angeblichen Untersuchungsergebnissen nicht äußern und verwies auf den für die zweite Aprilhälfte angekündigten Zwischenbericht von Jones Day.

Laut „BamS“ las Winterkorn im Mai 2014 einen Hinweis auf die Unregelmäßigkeiten und bat seine Techniker um Erklärung. Die hätten ihm versichert, das Problem sei lösbar. Dieser Darstellung zufolge wäre die Wurzel des Skandals schon im Frühling 2014 zu einem Vorgang für den Vorstandschef geworden, der das demnach auch registrierte und reagierte.

Der VW-Konzern glaubt unterdessen beweisen zu können, dass der gesamte Vorstand erst wenige Wochen vor dem öffentlichen Auffliegen des Abgas-Skandals von den Software-Manipulationen wusste. Andere Sichtweisen seien Behauptungen „ins Blaue hinein“, argumentieren die Anwälte des Autobauers in einer Erwiderung auf Anlegerklagen, die der Deutschen Presse Agentur am Sonntag in Hannover vorlag. „Die These ist falsch und wird ausdrücklich bestritten“, heißt es in dem Papier.

„Die Entscheidung, die Motorsteuerungssoftware zu verändern, wurde vielmehr von VW-Mitarbeitern unterhalb der Vorstandsebene auf nachgeordneten Arbeitsebenen des Bereichs Aggregate-Entwicklung von Volkswagen getroffen“, heißt es in der Klageerwiderung weiter.

„Der Vorstand von Volkswagen hatte weder von der Programmierung der unzulässigen Softwareveränderung noch von deren späteren Einsatz in den betroffenen Diesel-Aggregaten Kenntnis, sondern erfuhr von dieser Thematik erst im Sommer 2015.“

Der Konzern hatte hierzu vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass „nicht dokumentiert“ sei, ob und inwieweit Winterkorn eine Notiz zur Kenntnis nahm. Umstritten ist, wie Vorgänge wann hätten eingeschätzt werden müssen, und ob korrekt informiert wurde.

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