Gleich voran die Fakten, die eine Terminierung für mich bei einer Kardiologie betrifft. Die notwendige Überweisung dazu bekam ich von meinem Hausarzt am 12. Dezember dieses Jahres. Daheim wählte ich mich bei der empfohlenen Kardiologie ein und erbat einen Termin wegen der aufgeführten Dispnoe.
Kurz und knapp wurde mir daraufhin der 25. April 2017 als früheste Möglichkeit genannt. Die durch vorangegangenes Vorhofflimmern im Jahre 2011 entstandene Dringlichkeit konnte nicht vorgebracht werden. Wahrscheinlich ohnehin ohne Auswirkung. Ich nehme es gelassen, bin mir jedoch nicht klar darüber, ob die fachärztliche Versorgung der Bürger gewährleistet ist.
Ich habe am 5. Dezember bei dem Augenarzt in der Ammerland-Klinik um einen Termin gebeten, mir wurde der 4. August 2017 angeboten.
Ich habe dann noch gefragt, ob das ein Scherz sein sollte – nein, das war ernst . Ich habe den Termin abgelehnt und dann in Bad Zwischenahn einen Termin für den Februar 2017 bekommen.
Meine Frau Karin bekam von Ihrem Hausarzt am 24. November eine Überweisung zum Gastrologen für eine Untersuchung der Speiseröhre und des Magens. Der Grund war ein akutes Gesundheitsproblem.
Beim ersten Facharzt (als Patientin registriert) in Westerstede wurde ihr ein Termin im März 2017 angeboten, trotz des Hinweises auf eine akute Situation. Bei einem anderen Facharzt in Westerstede (nicht registriert) war es April 2017. Bei einer derart langen Wartezeit kann ein eventueller Krebs stark ausgebildet sein und schon gestreut haben. Zumindest in diesem Facharztbereich kann wohl kaum von einer Überversorgung gesprochen werden.
Mit einem Code vom Hausarzt hat Sie sich telefonisch an die Terminvergabestelle der kassenärztlichen Vereinigung in Hannover gewandt. Zwei Termine waren zur Wahl: 5. Januar 2017 in Oldenburg oder 2. Dezember 2016 in Wilhelmshaven. Sie hat sich trotz der Entfernung und aufgrund der Dringlichkeit für Wilhelmshaven entschieden.
Vielen Dank für die prima Recherche. Über lange Wartezeiten zu einen Facharzttermin muss man nicht lange berichten. Es ist in den meisten Fällen so, dass je nach Bereich Wartezeiten von einer Woche bis zu einem halben Jahr (Orthopäde) eingeplant werden müssen. Weiter nicht schlimm, wenn man nicht ernsthaft erkrankt ist. Im anderen Fall muss man halt zur Notaufnahme eines Krankenhauses fahren oder gehen.
Ich empfinde es wesentlich unangenehmer, wenn man trotz eines Termin in der Praxis des Arztes zwischen ein bis zwei Stunden bis zur Behandlung warten muss. Das ist mir nicht nur ein Mal passiert, sondern ist gängige Praxis bei einer Hautärztin in Bad Zwischenahn. Wenn man auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen ist, vergeht dem Fahrer schon nach dem ersten Arztbesuch die Freude der Hilfsbereitschaft. Es kann immer einmal vorkommen, dass Notfälle vorgezogen werden. Volles Verständnis. Dass aber kein Feedback von Seiten der Praxismitarbeiterinnen erfolgt, ist für den Patienten nicht gerade wertschätzend.
Exakt einen Tag vorher hatte ich in einer Facharztpraxis in Bad Zwischenahn folgendes Erlebnis: Nach einem symptomatischen Ereignis am späten Vorabend, suchte ich besagte Praxis am nächsten Morgen auf. [...] Schon an der Rezeption war Widerspruch oder besser Ablehnung zu spüren. In einem solchen Fall könne man besser in eine Notfallambulanz einer Klinik gehen, und ich habe ja eh keinen Termin.
Der Bitte, doch wenigstens einmal kurz den Arzt zu sprechen, wurde erst nach weiterer Argumentation widerwillig entsprochen. Dieser, durch die Helferin schon entsprechend vorinformiert, argumentierte mit fast dem gleichen Wortlaut seine Ablehnung. Die Begründungen und Erklärungen, in keiner Weise diagnostisch oder gar therapeutisch tätig zu werden, konnte ich angesichts der Situation, in der ich mich befand, weder verstehen noch nachvollziehen. Nach weiterem Insistieren meinerseits, unter anderem mit dem Hinweis, auch in zwei Stunden oder auch am nächsten Morgen gern noch einmal wiederzukommen zu wollen, hieß es dann: Ein Termin sei nicht vereinbart und könne ohnehin nicht kurzfristig vergeben werden [...] Daraufhin konnte ich dann nur noch erwidern, dass er tatsächlich ein Geschäft habe und ich an sich zu einem Arzt wollte und bin gegangen. Dies alles geschah im Stehen, Rücken an Rücken mit anderen Patienten, vorne am Tresen. [...]
Patienten bleibt angesichts eines solchen Minimums an Anteilnahme und Maximums an Coolness nur die Hoffnung, nie zum Kunden zu mutieren, der in erster Linie zur Erlangung betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Ziele interessant ist.
Hippokrates lässt grüßen.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht vom 16. Dezember über Arzttermine im Ammerland. Ich wohne in Wahnbek am Stadtrand zu Oldenburg. Facharzttermine hole ich mir daher gerne im nahen Oldenburg.
So habe ich mir als Nicht-Patient im letzten Juli einen Termin beim Gefäßchirurgen in Oldenburg geben lassen. Der früheste Termin war dort für mich der 16. Februar 2017 (circa sieben Monate).
Noch länger dauert es für mich als Patient bei meinem Kardiologen. Dort habe ich letzte Woche den frühesten Termin am 11. August 2017 erhalten.
Zum Glück fühle ich mich nicht lebensgefährlich krank, aber bin doch über diese langen Wartezeiten erstaunt.
