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Arbeitsmarkt Weniger Erwerbslose im Nordwesten

Oldenburg/Emden/Vechta - Auf dem Arbeitsmarkt im Nordwesten hat die saisontypische Frühjahrsbelebung auch im Mai angehalten. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der regionalen Arbeitsagenturen hervorgeht, waren im Oldenburger Land und Ostfriesland insgesamt 52 284 Menschen ohne Job. Das waren 1626 weniger als im April. Gegenüber Mai 2013 gab es einen leichten Anstieg um 294.

„Der Abbau der Arbeitslosigkeit hat sich im Mai fortgesetzt, wenngleich geringer ausgeprägt als in den Vormonaten“, sagte Ulrich Thies, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven. Rudolf Sievers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Emden-Leer, wies darauf hin, dass aufgrund der milden Temperaturen ein Großteil der Arbeitsmarktbelebung in diesem Jahr schon frühzeitig realisiert worden sei. Wegen der günstigen Wirtschaftsprognosen und des Fachkräftebedarfs der Unternehmen rechnet Thies dennoch auch in den kommenden beiden Monaten mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen.

Im Oldenburg Land ging die Zahl der Erwerbslosen im Mai gegenüber dem Vormonat um 846 auf 36 105 zurück, wie die Arbeitsagenturen Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta mitteilten. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um 421.

Noch etwas erfreulicher war die Entwicklung in Ostfriesland. Hier meldete die Arbeitsagentur Emden-Leer 16 179 registrierte Erwerbslose. Das war nicht nur gegenüber April ein Rückgang um 780, sondern auch gegenüber dem Vorjahreswert um 127.

Minus in Niedersachsen

Auch niedersachsenweit setzte sich die positive Entwicklung fort. Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 6,4 Prozent, nachdem sie im April noch bei 6,6 Prozent gelegen hatte, teilte die Agentur für Arbeit in Hannover am Mittwoch mit. Damit bewegt sich das Niveau auch leicht unter dem Wert des entsprechenden Vorjahresmonats: Im Mai 2013 hatte die Quote 6,5 Prozent betragen.


Insgesamt waren in Niedersachsen 264 681 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren zwei Prozent weniger als im Vormonat beziehungsweise knapp 5500 Menschen.

„Von der anhaltenden Frühjahrsbelebung haben erfreulicherweise alle Personengruppe profitiert“, sagte Behördenchef Klaus Stietenroth in Hannover. Besonders positiv sei der Trend aber für die Unter-25-Jährigen verlaufen. Zudem hätten Männer stärker als Frauen profitiert.

Männer profitieren

Als Gründe dafür nannte der Arbeitsmarktexperte einerseits, dass junge Arbeitnehmer mit guten Qualifikationen besonders gern eingestellt würden. Auf der anderen Seite seien Männer besonders oft in Außenberufen tätig, die traditionell im Frühjahr neu besetzt werden. Dazu zählen etwa das Baugewerbe und der Gartenbau.

Im Nordwesten gingen die Arbeitslosenzahlen im Mai gegenüber dem Vormonat flächendeckend zurück. Am stärksten war der Rückgang in den Landkreisen Wittmund (minus 9,2 Prozent), Ammerland (minus 5,1 Prozent) und Aurich (minus 4,9 Prozent), am schwächsten in den Städten Delmenhorst (minus 0,7 Prozent), Oldenburg (minus 0,9 Prozent) und Wilhelmshaven (minus 1,0 Prozent).

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent wies der Kreis Vechta abermals den zweitniedrigsten Wert in ganz Niedersachsen hinter dem Emsland (3,3 Prozent) auf.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft
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