Peking - Chinas Wachstum hat sich zum Jahresbeginn weiter abgeschwächt. Im ersten Quartal legte die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik nur noch um 6,7 Prozent zu. Dies war der langsamste Anstieg in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor sieben Jahren.
Die Daten deuten aber auf eine mögliche Stabilisierung hin, weil Anlageinvestitionen, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze unerwartet stark zulegten. Das Statistikamt in Peking nannte dies einen „guten Start“. Sollte das Wachstum tatsächlich an Schwung gewinnen, wären das gute Nachrichten für deutsche Exporteure.
Allerdings wird die Entwicklung stark von neuen Krediten angetrieben, was Fragen über die Nachhaltigkeit aufwirft. Die Menge des umlaufenden Bargelds und der Einlagen stieg um 13,4 Prozent. Der Immobilienmarkt profitierte besonders davon. Die Anlageinvestitionen wuchsen seit dem Jahresanfang überraschend kräftig um 10,7 Prozent. Die Industrieproduktion stieg um 5,8 Prozent – im Einzelmonat März mit 6,8 Prozent so schnell wie seit neun Monaten nicht mehr.
