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Gesundheit Wenn das Gehör schlechter wird

Bockhorn - Dorothea Körner trägt kurz noch ihre persönlichen Daten in ihren Hörpass ein, während die angehende Hörgeräteakustikerin Anna-Lea Eilers von Isermann Hörgeräte-Akustik aus Bockhorn im Hörmobil alles für den Hörtest vorbereitet. Dorothea Körner ist die erste Bürgerin, die an diesem Morgen auf dem Marktplatz in Bockhorn beim Hörmobil der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“ (FGH) vorbeischaut. „Mein Mann sagt mir immer, dass ich den Fernseher sehr laut stelle“, erzählt die 80-jährige Bockhornerin. Nun wolle sie es einfach mal wissen und ihr Hörvermögen testen lassen.

Bürger sensibilisieren

„Von April bis Oktober touren wir durch Deutschland“, berichtet Aline Sand von der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“. Gemeinsam mit ihren Kollegen informiert sie über das Hören und sensibilisiert Bürger dafür, einen kostenlosen Hörtest zu machen.

In dem mit einer Testkabine ausgestatteten Hörmobil nimmt Dorothea Körner Platz. Geräusche von außen werden durch die Kabine abgehalten. Anna-Lea Eilers schaut mit einer Lampe nach, ob die Ohren der Rentnerin frei sind. Dann setzt sie ihr Kopfhörer auf. „Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie einen leisen Ton hören“, erklärt die angehende Hörgeräteakustikerin. Mittels eines Audiometers spielt sie der Frau über den Kopfhörer Töne vor. Erst ist das rechte Ohr an der Reihe, dann das linke. Die Töne besitzen unterschiedliche Frequenzen vom tiefen (ab 500 Hertz) bis in den hohen (bis 6000 Hertz) Bereich. Nach wenigen Minuten ist es geschafft und der Text zu Ende.

Experten beraten

Draußen vor dem Mobil wertet Dorothea Körner mit der Bockhorner Hörgeräteakustikerin Tanja Isermann den Test aus. Ergebnis: Es liegt eine Hörminderung vor. Jedem, bei dem ein Hörverlust festgestellt werde, empfehle sie eine ausgiebige Hördfeldanalyse, sagt Tanja Isermann., Dabei werde auch das Sprachvermögen getestet. Wer unter einer Hörminderung leide, sollte einmal jährlich einen Hörtest machen, meint sie. Auffällig sei, dass immer mehr junge Leute unter Hörproblemen leiden, erzählt Tanja Isermann. Ursachen für Hörminderungen seien häufig Lärm am Arbeitsplatz oder Beschallung im Alltag,. Aber auch altersbedingter Hörverlust spiele oft eine Rolle.

Einige Interessierte machen an diesem Morgen Halt auf dem Bockhorner Marktplatz, so auch Gertrud Weipert aus dem bayrischen Bad Kissingen. Die 78-Jährige trägt bereits ein Hörgerät. Doch so ganz zufrieden sei mit ihrem Hörvermögen zurzeit nicht, erzählt die Seniorin. „Deswegen bin ich heute hier“, sagt sie.

Nächster Halt Zetel

Ähnlich geht es Hans Georg Klostermann (81) aus Grabstede. Wenn er inmitten einer Gruppe sitze, müsse er sich sehr konzentrieren, um das Gespräch verfolgen zu können, meint der Grabsteder. „Es ist heute mein erster Hörtest“, verrät er und steigt ins Hörmobil ein.

Das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören ist noch weiter in der Friesischen Wehde unterwegs: Es steht am Donnerstag, 12. Mai, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr vor dem Netto-Markt an der Bahnhofstraße 13 in Zetel.

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