Tweelbäke - Ein Tag ohne Post ist in einer Firma eher ungewöhnlich – das dachte sich Reiner Menkens schon, als Mitte Dezember der Briefkasten seiner Firma „Hagestedt und Menkens“ in Tweelbäke leer blieb. „Im Sommer hatte es das schon einmal gegeben“, erklärte Menkens. Als aber am 18. und 19. keine Post zu ihm kam, wurde er stutzig. „Ich bin dann zur Verteilerstelle nach Sandkrug gefahren. Da konnte ich meine Post abholen“, erklärt Menkens. Drei Postkisten konnte er mitnehmen. Eingangs- und Ausgangsrechnungen für den laufenden Betrieb.
Der Zusteller hatte seine Route bereits vor dem Gelände der Tweelbäker Firma abgebrochen. „Dabei sind wir auf die Post angewiesen“, ärgert sich Menkens.
Schließlich nehme der Postbote die Briefe der Firma auch wieder mit. „Wenn ich dringende Briefe habe, bringe ich diese jetzt direkt nach Oldenburg, damit ich sicher bin, dass sie auch ankommen“, erklärt Menkens. Am 23. Dezember kam der Zusteller dann wieder auf das Tweelbäker Firmengelände. „Heiligabend und auch am 27. Dezember ist er wieder nicht gekommen“, sagt Menkens. Diese Unregelmäßigkeit regt den Geschäftsmann auf.
Auf NWZ -Nachfrage teilte die Pressestelle der Deutschen Post in Hamburg mit, dass es tatsächlich zu Lieferproblemen in diesem Bereich gekommen sei. „Dabei gab es auch Routenabbrüche“, erklärt Martin Grundler von der Pressestelle. Es sei in den vergangenen Wochen zu personellen Engpässen gekommen. „Ein Zusteller in einem anderen Bezirk ist ausgefallen, so dass diese Routen aufgefangen werden mussten“, sagt Grundler. Der Zusteller, der für das Gebiet in Tweelbäke zuständig sei, habe so seine Route nicht beenden können.
„Normalerweise ist es aber bei einem Abbruch so, dass am nächsten Tag die Route an der Abbruchstelle wieder bekommen werden soll, damit eben nicht die Post tagelang nicht kommt“, erklärt Grundler. Warum es im Fall der Firma Hagestedt und Menkens anders lief, kann sich der Pressestellenmitarbeiter nicht erklären. „Uns tut der Vorfall aber sehr leid“, sagt Grundler. Vor Weihnachten sei es mit der Zustellung allerdings immer schwierig. Trotzdem bemühe sich die Post, den gewohnten Gang wieder herzustellen. Das hofft auch Reiner Menkens. „Schließlich wird zum 1. Januar das Porto wieder erhöht, da sollte dann nicht am Service gespart werden“, sagt der Geschäftsmann.
