Ganderkesee - „Omas neue Polin“ – ein bisschen provokativ betitelt ist die nächste Vortragsveranstaltung des Ganderkeseer Seniorenbeirats schon. Vorgestellt wird aber ein hochaktuelles Thema, das viele Familien betrifft: Was tun, wenn die Versorgung von Pflegebedürftigen die Angehörigen überfordert, weiterhin aber zu Hause in der vertrauten Umgebung stattfinden soll?
Eine bezahlbare – und legale – Alternative wird am kommenden Donnerstag, 17. März, im Alten Rathaus in Ganderkesee, Rathausstraße 24, vorgestellt: das Modell einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch mittel- oder osteuropäische Pflegekräfte. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung bei der regioVHS,
Mit Frank Schlüter setzt der Seniorenbeirat zum dritten Mal einen Referenten ein, der seit Jahren als Praktiker Ansprechpartner für 24-Stunden-Seniorenbetreuung ist und stets aktuelle Informationen weitergibt. „Der Abend gibt Antworten auf Fragen, die einigen Familien unter den Nägeln brennen“, heißt es in der Einladung.
Auch wer aktuell noch nicht mit der Pflege von Angehörigen konfrontiert sei, könne sich präventiv über die Möglichkeiten einer 24-Stunden-Pflege zu Hause informieren, um die zweite Lebenshälfte auch für sich selber besser planbar zu machen. „Der Vortragsabend zeigt, wie ein solches Betreuungsmodell in der Praxis von allen Beteiligten gelebt und finanziert werden kann.“
Zur Zeit werden in Deutschland fast zwei Millionen Pflegebedürftige mit Unterstützung von Angehörigen versorgt. Diese Pflege und Fürsorge dauert oft viele Jahre und bringt die Angehörigen an ihre Grenzen. Die Bundesregierung hat diesen Notstand erkannt und dafür gesorgt, dass aktuell ab 2015 zusätzliche Leistungen nach dem Pflegestärkungsgesetz I auf Anforderung gezahlt werden.
