Friesoythe - „Oh, schon fast fertig“. Ein Blick von Tochter Anne genügt um festzustellen, ob das orangefarbene Gebäck im Ofen fertig ist. Sie hat schließlich schon oft genug ihrer Mutter Monika über die Schulter geguckt, wenn diese Kürbiskuchen gebacken hat.

Monika von Garrel baut im Zeitraum von Mitte August bis Oktober 20 bis 30 Kürbissorten auf dem Hof an der Ellerbrocker Straße an. Die Zubereitung ist Familiensache. Entweder wird das Herbstgemüse schmackhaft zubereitet oder bunt bemalt.

„Wir schnitzen die Kürbisse nicht. Wir bemalen sie mit Edding-Stiften und Tipp-Ex“, sagt sie. Denn während ein ausgehöhlter Kürbis nach kurzer Zeit schimmele, bleibe er so mehrere Monate haltbar und zudem regenfest. Außerdem können die Kinder beim Bemalen helfen.

Die verschiedenen Kürbissorten werden auch verschieden verwendet. So ist der Hokkaido-Kürbis gut zum Kochen und Backen geeignet. Selbst für Neueinsteiger in der Küche sei der Kürbis als Cremesuppe oder als Gebäck einfach zu handhaben. Und auch der günstige Preis spreche für das Gemüse.

Der Butternut-Kürbis eignet sich hingegen mit seiner Birnenform besonders gut zum Basteln. Neben dekorativen Gesichtern und Laternen lassen sich auch Blumenvasen daraus herstellen. „Einfach am oberen Rand aufschneiden, aushöhlen, mit Wasser füllen und fertig“, sagt Monika von Garrel. Mit ein wenig Zeitaufwand lässt sich so auch eine Vase aus natürlichem Material formen. Besonders schick sei dies im Herbst mit Sonnenblumen.


Tochter Anne ist schon ganz gespannt, als Monika von Garrel die Ofentür öffnet. Schließlich ist es immer aufregend, was aus dem orangenen runden Gewächs mit einem neuen Rezept geworden ist.