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Freizeit Wenn Männer eine Wette abschließen

Peter Kratzmann

Wildeshausen/Dötlingen - Ob die „Atlantic Giant“ ihrem Namen gerecht werden konnten und entsprechend riesige Kürbisfrüchte über den Sommer bei stets guter Pflege ausgebildet hatten, das zeigte sich in der „Gildestube“ Wildeshausen.

Zum Hintergrund: Im Mai hatte sich die Whatsapp-Gruppe mit dem illustren Namen „Wer hat den Dicksten?“ im Garten des neuen Hauses von Kassandra und Holger Plate an der Straße „Zum Sande“ zwischen Dötlingen und Aschenstedt getroffen.

Ausgeklügeltes Schema

Nach einem ausgeklügelten Schema wurden die Anzuchten der Kürbispflanzen – um die hatte sich Dirk Orth gekümmert – durch Wettvater Holger dort verlost. Niemand sollte bevorzugt oder benachteiligt werden.

Am Freitagabend stand die Beurteilung der Ernte an. 68,3 Kilogramm brachte der fette Kürbis von Willy Krause auf die Waage. Er hatte damit den dicksten und schwersten Kürbis aus der Runde der 14 Kürbisbauern über die Sommermonate gestellt. Platz zwei belegte Dirk Orth mit 45,5 Kilogramm. Auf immerhin noch 17,5 Kilo brachte es der Kürbis von Jan Döpker.

Aber es gab auch einige Kleingewichte, so etwa in besserer Pampelmusen-Größe. Das sorgte natürlich für den Spott der Kollegen. Die Stimmung schlug hohe Wogen und Sprüche. Und dann war da noch die Bekanntgabe des Züchters der schönsten Kürbisse. Hier war es Dirk Orth, der nach Wahl durch seine Mitstreiter die meisten Punkte erhielt. 48 Zähler gingen auf sein Konto. Martin Scheffler erhielt 44 und Manuel Wulfert 42 Punkte.


Damit nicht genug. Nach einem ordentlichen Abendessen wollten die Whatsapp-Gruppen-Wetter auch etwas für den guten Zweck tun. „Wir werden gleich aus dem Clubzimmer nach vorne in die große Stube gehen und dann unsere Kürbisse meistbietend verkaufen“, so Holger Plate.

Gesagt, getan. Die 68,3 Kilo des Siegerkürbisses ließen die beiden Träger ins Schwitzen kommen. Wirt Holger Munke erklärte das Vorhaben und ging mit gutem Willen voran. 20 Euro gab er für den kleinen Pampelmusen-Kürbis aus.

Kürbisse verkauft

„Auch wenn wir heute Abend nicht alle Kürbisse an den Mann oder die Frau bringen, in den Kindergärten werden sie eine gute Verwendung finden. Das Geld aus dem Verkauf werden wir auch spenden“, versprach Plate.

Nach der Wette ist vor der Wette. Die Whatsapp-Kürbiswetter-Gruppe wird umfirmieren müssen. 2017 wird die Wette nicht um Kürbisse, sondern um den größten Rettich gehen. Das war das Ergebnis einer demokratischen Beratung. Und wer kann dann das Zuchtergebnis besser beurteilen als die Frauen? Zumindest kam dieser Jury-Vorschlag auf. Aber die Herrentruppe wird sich bis dahin noch einmal hinter verschlossenen Türen beraten.

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