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Aktualisiert vor 1 Minute.

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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Cyber-Attacken: Wenn plötzlich alles stillsteht

10.03.2017

Hannover /Oldenburg Plötzlich waren alle Computer gesperrt. Bei dem mittelständigen Unternehmen aus dem niedersächsischen Moringen lief nichts mehr. Mitte Februar war es Opfer einer Schad-Software (Ransomware) geworden, die Computer blockiert und ihre Nutzer erpresst. Um wieder an ihre Daten zu kommen, zahlte die Maschinenbau-Firma „Lösegeld“ in Form von Bitcoins, einer Art Internetwährung. Der Wert: Mehrere Hundert Euro. Die Entschlüsselung funktionierte – allerdings nur teilweise, so dass das Unternehmen auf seinen Schäden sitzen blieb. Verluste im sechsstelligen Euro-Bereich.

Es ist einer der jüngsten Fälle von Internet-Kriminalität. 2016 waren mehrere Attacken auf Kliniken beispielsweise in Bayern und Nordrhein-Westfalen bekannt geworden, die sich nach Cyber-Angriffen freikaufen mussten.

Nun scheint vor allem Deutschlands Norden zum Jahresbeginn offenbar im Visier von Internet-Gaunern zu sein. „Norddeutschland ist derzeit offensichtlich das Ziel einer größeren Betrugswelle“, so IHK-Außenwirtschaftsexperte Tilmann Brunner in Hannover. Auch das LKA bestätigt, dass Cyber-Kriminelle immer häufiger Schwachstellen in Software und Geräten ausnutzen, um IT-Systeme in Deutschland zu attackieren und Firmen, Verwaltungen oder auch Krankenhäuser zu erpressen. Mit infizierten E-Mails wird oft bei derartigen Angriffen Software in die Rechner geschleust, die Dateien verschlüsselt.

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„Wir können diese Entwicklung für den Bereich der Polizeidirektion Oldenburg bestätigen. Bei Cybercrime handelt es sich um ein stetig wachsendes Kriminalitätsphänomen. Die Angriffe auf Unternehmen, gerade auch klein- und mittelständische Firmen, nehmen zu“, erklärte Mathias Kutzner, Sprecher der Polizeidirektion Oldenburg.

Die schlechte Nachricht: Sogenannte Erpresser-Software kommt immer ausgefeilter daher. Laut einer Umfrage Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) war im April 2016 jede dritte deutsche Firma in den vergangenen sechs Monaten von Ransomware betroffen.

Aktuell ist es vor allem die sogenannte Chef-Masche, mit der die Gauner auf Beutezug sind. Bei der auch „CEO-Fraud“ (Vorstands-Betrug) genannten Taktik verschaffen sich die Kriminellen etwa im Internet detaillierte Informationen über einzelne Unternehmen. Sie geben sich dann als deren Vorstand oder Geschäftsführer aus und weisen Mitarbeiter der Finanzabteilung per Mail an, große Geldbeträge für angeblich wichtige Geschäfte auf Konten in Asien oder Osteuropa zu überweisen. Die unter falschen Namen eingerichteten Konten werden dann sofort leergeräumt.

Speziell für den Kampf gegen Internetkriminalität hat die Polizei in Niedersachsen daher im Vorjahr 22 neue Stellen für IT-Spezialisten geschaffen, vier davon in Oldenburg.

Und was rät Kutzner den Unternehmen? „Lassen Sie sich durch Ihre lokalen Polizeidienststellen oder der ,Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC)’ für die niedersächsische Wirtschaft im Landeskriminalamt beraten. Die ZAC bietet professionelle Unterstützung und Koordinationshilfe für niedersächsische Unternehmen, Behörden und Verbände sowohl präventiv als auch nach einem Angriff durch Cyberkriminelle.“

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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