Landwehr - Für Volker Schmidt steht fest: Wenn man etwas ändern will, muss man selbst mit anpacken. Deshalb will er sich in Zukunft im Rat engagieren.

Leben

Volker Schmidt wurde 1975 in Delmenhorst geboren. Seine Eltern hatten in Schönemoor einen Hof gepachtet. Als Schmidt vier Jahre alt war, verstarb seine Oma. Seine Eltern pachteten daraufhin deren Hof in Landwehr. Vor 15 Jahren kaufte die Familie Schmidt dann den Betrieb.

Nach dem Realschulabschluss 1991 legte Schmidt zunächst die Gesellenprüfung ab. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum staatlich geprüften Landwirtschaftsleiter.

Seit 2002 ist der 41-Jährige mit Ehefrau Heike verheiratet. Die ist auf einem Bauernhof nur dreieinhalb Kilometer entfernt in Schlutter aufgewachsen. „Sie ist mir schon damals im Schulbus aufgefallen, ich ihr aber wohl nicht“, erinnert sich Schmidt und lacht. Erst ein paar Jahre später ist sich das Paar in der Landjugend näher gekommen. Heute gehören auch die neunjährigen Zwillinge Lea und Laura zur Familie. Die vier Schmidts leben und arbeiten auf dem Hof von Heikes Eltern in Schlutter, bewirtschaften aber auch den Hof in Landwehr.


In seiner Freizeit liest Volker Schmidt gerne mal ein gutes Buch. Entspannen kann er aber am besten, wenn er auf den Weiden bei seinen Kühen nach dem Rechten sieht: „Da kann man dann über Gott und die Welt nachdenken.“

Politik

„Wenn mir was nicht passt, sage ich was, und wenn sich dann nichts ändert, mache ich es selber“, sagt Volker Schmidt. Und ihm passte etwas nicht: Die negative Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Um dieses Bild zu richten, beschloss der 41-Jährige, sich politisch zu engagieren. Im Frühjahr dieses Jahres hörte er bei einer Veranstaltung des Ortslandvolkverbandes, in dem er sich engagiert, eine Rede von Arnold Hansen, Erster Vorsitzender der Freien Wähler in Ganderkesee, die ihn beeindruckte. Schmidt informierte sich über die Freien Wähler und schon kurz darauf trat er der Partei bei.

Ziele

Insbesondere für das Thema Landwirtschaft möchte sich Schmidt einsetzen. „Man spürt fast eine ablehnende Haltung uns Landwirten gegenüber“, sagt Schmidt. Und das möchte er ändern: „Ich glaube, dass man mit Erklärungen einiges entschärfen kann. Vielen fehlt einfach das Wissen.“ Aber auch der Bereich Schule, Jugend und Sport interessiert Schmidt. „Ich habe zwei Kinder, da ist klar, dass ich mich hier engagiere.“

Wunsch

„Ich wünsche mir mehr Verständnis für die Landwirtschaft.“