Lohne - Die heimische Region boomt. Im Kreis Vechta stieg die Zahl der Arbeitsplätze in zehn Jahren um 21,5 Prozent. Doch das Wachstum stößt an seine Grenzen, wo Fachkräfte fehlen. „Unsere Entwicklung hängt eng mit unseren Mitarbeitern zusammen.“ Das hat Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (CDU) zum Auftakt des 8. Lohner Wirtschaftstages am Sonnabend, 26. Oktober, im Ludgerus-Werk erklärt. Das Thema der von der städtischen Wirtschaftsförderung organisierten Veranstaltung lautete“Guerilla Recruiting – Neue Wege zur Fachkräftesicherung“.
Auftrag und Ausweg
„Der Zuwachs an Arbeitsplätzen wäre noch stärker, wenn die Arbeitskräfte auch vorhanden wären“, so Dirk Gehrmann, Leiter des Referats Wirtschaftsförderung beim Kreis Vechta. Die Machtverhältnisse haben sich umgekehrt. Der Betrieb bewerbe sich inzwischen beim Bewerber, erklärte Prof. Susanne Böhlich (Internationale Hochschule Bad Honnef-Bonn). „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um Emotionen zu generieren“ riet die Expertin, die im Marketing ein gutes Vorbild sieht. Nur so würden Stellenangebote wahrgenommen, im Gedächtnis behalten und weitergegeben.
Dass es mit der Anwerbung nicht getan ist, verdeutlichten Personalberater Matthias Kühling, Werbefachmann Frank Vulhop sowie der Kaufmann Roland Krapp. Besonders, wenn der neue Mitarbeiter aus dem Ausland stammt, müsse es jemanden geben, der sich kümmert.
Ein praktisches Beispiel
Bei Dr. Rafael-Amanda Ortiz-Torres hat das funktioniert. Er verließ Spanien, um am Lohne St.-Franziskus-Hospital zu arbeiten. Damals seien viele seiner Bekannten skeptisch gewesen. Doch nun n fragen sie nach, wie es sich in Deutschland arbeiten und leben lässt. Zumindest für das „OM“ hatte Kühling eine Antwort: ! „Wer in diese Region kommt, kann hier gut leben.“
