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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Algenblüte stinkt zum Himmel

13.06.2007

Die Hitze ist schuld an dem ekligen Naturphänomen. In Wilhelmshaven halten die Behörden ein waches Auge auf den Banter See.

Von Otto Renken,

Jürgen Westerhoff

und unseren Agenturen

Dicke Luft am Zwischenahner Meer. Eine durch die Hitze der vergangenen Tage bedingte Konzentration von Grünalgen in der Eyhauser Bucht und insbesondere im Meer-Abfluss, der Aue, sorgt dafür, dass es am Meer buchstäblich zum Himmel stinkt.

Eine alljährliche Erscheinung am drittgrößten Binnensee Niedersachsens, heißt es beim Gesundheitsamt Ammerland und der Unteren Wasserbehörde (Kreis Ammerland). Die grüne Brühe sieht zwar unappetitlich aus und verbreitet unangenehme Gerüche, sie ist aber für Menschen nicht gefährlich, sagt der stellvertretende Amtsleiter Dr. Elmar Vogelsang. Die Badestellen in Bad Zwischenahn, Rostrup und Dreibergen seien in Ordnung. „Das Baden im See ist unbedenklich“, sagte Vogelsang am Dienstag auf Anfrage der NWZ. Das Amt wird auch an diesem Mittwoch turnusmäßig Wasserproben entnehmen.

In Wilhelmshaven wird zurzeit ein waches Auge auf den Banter See gehalten. Stadtsprecher Arno Preuß rechnet angesichts der augenblicklichen Wetterlage „jeden Moment damit, dass nötige Maßnahmen zur Sperrung des Badesees eingeleitet werden müssen“. Der See hat seit Jahren ein Algenproblem. Nach Hitzeperioden bilden sich dort giftige Blaualgen. Am Dienstag gab es jedoch noch keinerlei Beschränkungen.

Unbeschwert baden können die Menschen auch (noch) im Landkreis Friesland, wo lediglich ein kleiner Angelsee bei Moorhausen ein Blaualgenproblem hat. Obwohl der See eigentlich nur von Anglern und nicht von Schwimmern genutzt wird, wurden sicherheitshalber Schilder mit Warnhinweisen aufgestellt.

Auch in der Ostsee sind die ersten Blaualgenfelder der Saison entdeckt worden. Vor der schwedischen Küste bildeten sich Teppiche der potenziell toxischen Algen. An der deutschen Ostseeküste tauchen Blaualgen normalerweise erst im Juli und August auf. Die Population schwankt nach Angaben von Experten von Jahr zu Jahr. Nur in hohen Konzentrationen sind die Blaualgen auch giftig.

Derweil hat ein vier Kilometer langer und zwei Kilometer breiter Schaumalgenteppich bei Sylt ein Massensterben bei Jungfischen ausgelöst. Ursache ist nach Angaben des Fisch-Ökologen Harald Asmus vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) eine für diese Jahreszeit außergewöhnlich starke Planktonblüte.

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