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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

B212neu: Straßenpläne spalten die Region

02.02.2011

BERNE Herbeigesehnt und möglichst weit weg gewünscht: Die B212neu spaltet das Oldenburger Land. In Huntebrück (Landkreis Wesermarsch) haben die Bauarbeiten für die neue Bundesstraße längst begonnen, während in Delmenhorst, Lemwerder und Ganderkesee um den zukünftigen Verlauf noch heftig gestritten wird.

In Berne sieht man den Bau der Straße als Chance: Der enge Ortskern wird durch die Umgehung vom Schwerverkehr entlastet. Die alte und wartungsintensive Hubbrücke über die Hunte wird abgebaut und durch eine neue moderne Brücke ersetzt. In Lemwerder hofft man ebenfalls auf einen schnellen Weiterbau der B212neu. Für die Planung eines neuen Windparks braucht man Sicherheit. Die Anwohner in Bardewisch und Altenesch fürchten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, sollte die Bundesstraße nicht zügig fertig gestellt werden. Verhindern könnten dies Bürgerinitiativen und Politik in den anliegenden Gemeinden.

So zum Beispiel die Delmenhorster Interessengemeinschaft B212neu, die vehement einen nördlicheren Trassenverlauf fordert, als im Landesraumordnungsprogramm festgestellt. Die Protagonisten der Bürgerinitiative sorgen sich vor allem um die Unversehrtheit der Dörfer Deichhausen und Sandhausen im Stadtnorden Delmenhorsts – und prognostizieren für die Stadt selbst einen Verkehrskollaps aufgrund eines stark zunehmenden Durchgangsverkehrs.

In Wirklichkeit, so die Initiative, ginge es den Planern weniger darum, den Nordwesten optimal ans Bremer Güterverkehrszentrum anzuschließen, als darum, den im Zuge des Ausbaus der A281 geplanten privat finanzierten Wesertunnel mit Mautkunden zu versorgen. Per Ausweisung eines Naturschutzgebietes, das in einen Teil des geplanten Trassenverlaufs hineinragt, will die Delmenhorster Politik eine neue Planfeststellung für den zweiten Bauabschnitt der B212neu ab Harmenhausen erzwingen.

Außerdem will eine Initiative in der nördlichen Nachbargemeinde Lemwerder die von den Delmenhorstern forcierte „Verkehrsoptimierte Nordvariante“ (VoN) um jeden Preis verhindern und die Südtrasse durchsetzen.

Diese wiederum wird von der Gemeinde Ganderkesee strikt abgelehnt – erst recht, nachdem jetzt das Bundesverkehrsministerium als zwingende Folge erneut die Planung einer Delmenhorster Umgehungsstraße fordert. Diese würde über Ganderkesee Gebiet führen und etliche Ortschaften durchschneiden. Ganderkesee besteht nun darauf, eine Trasse östlich von Delmenhorst zu prüfen.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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