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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Mehr Erfolge bei Krebstherapie

18.11.2019

Bad Zwischenahn „Der Wandel in der Krebsmedizin ist erheblich“, sagen Prof. Dr. Claus-Henning Köhne und Wolfgang Grashorn, Vorsitzender der Bezirksstelle Oldenburg der Ärztekammer. „Erkrankungen, die noch vor Kurzem unheilbar waren, können geheilt werden.“ Über den Wandel in der Krebsmedizin informierten sich am Samstag in der Wandelhalle Bad Zwischenahn 300 Mediziner aus dem Nordwesten bei einem Fachkongress, den die Bezirksstelle der Ärztekammer organisiert hatte.

Kurdirektor Dr. Norbert Hemken begrüßte die Mediziner zu ihrem Kongress, auf dem neueste Forschungs- und Therapieergebnisse vorgestellt wurden. Zu den Referenten zählten Spezialisten wie Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie aus Berlin, Prof. Markus Möhler, Leiter der gastroenterologisch-onkologischen Ambulanz der Uni-Klinik Mainz, Prof. Dr. Frank Griesinger, Direktor der Uniklinik für Innere Medizin (Pius-Hospital) Oldenburg, Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek, Direktor der Uni-Klinik für Urologie (Klinikum) Oldenburg und Prof. Dr. Sibylle Loibl (Geschäftsführerin der German Breast Group, Neu-Isenburg).

Fallbeispiele

Über Fallbeispiele aus der Praxis berichtete Oberärztin Dr. Andrea Renzelmann (Klinikum Oldenburg). Sie konnte den Fortschritt in der Krebstherapie an einigen Patienten, die auf der Palliativstation lagen, verdeutlichen. Durch neue Substanzen konnte bei einer Patientin der Tumor in ihrer linken Brust wieder geschlossen werden, die Patientin wieder entlassen werden. Ein weiteres Beispiel war das eines Patienten mit einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) am linken Ohr, das sehr weit fortgeschritten schien. Durch zielgerichtete Behandlung konnte das Ohr wieder hergestellt werden. „Der Wandel von Erkrankungen, die vor Jahren als unheilbar galten, bis zu einer chronischen Erkrankung ist möglich“, sagte Oberärztin Renzelmann. Durch Immuntherapien ergäben sich große Chancen für Patienten. Eines der größten Dermazentren ist die Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Oldenburg. „Man kann Krebs behandeln. Wir können Lebensqualität zurückgeben“, ist ihre Botschaft.

Thema des Kongresses waren auch die Nebenwirkungen der verschiedenen Therapien. „Es gibt Nebenwirkungen. Als Mediziner muss man aufpassen“, sagt Oberärztin Renzelmann. Das ist auch die Erfahrung von Prof. Köhne, der aber auch die Chancen der neuen Therapien hervorhebt.

Debatte um Kosten

Häufig könne auf Chemotherapie zugunsten einer Immuntherapie verzichtet werden. Ob Eierstockkrebs oder Prostata-Krebs: „Das Merkmal einer Erkrankung kann therapieentscheidend sein.“ Aus den spezifischen Tumor-Merkmalen ergäben sich die Behandlungsoptionen. Generell aber gelte: „Für Patienten gibt es Riesenhoffnung“, so Prof. Köhne.

Den Medizinern ist bewusst, dass die neuen Therapieformen zu einer Kostenexplosion führen können. Die Monatstherapiekosten können leicht 4000 bis 8000 Euro betragen, die Gesamtkosten können einen hochen sechsstelligen Bereich erreichen. „Wie gehe ich mit diesen Kosten um?“, fragte Prof. Wawroschek und sprach die ethische Seite an. „Solche Therapien müssen an Expertenzentren entschieden werden“, rät Prof. Köhne.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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