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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 29 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Im zweiten Anlauf zum Facharbeiter

04.10.2019

Bad Zwischenahn Fachkräftemangel herrscht in fast allen Branchen. Besonders spürbar ist er aber im Handwerk, in der Pflege und im Baugewerbe.

„Wir finden kaum noch Straßen- oder Tiefbauer. Wir bilden zwar selbst aus, aber auch das reicht nicht“, sagt Jackelin Cordes. Ihr Mann ergänzt: „Unsere Strategie heißt deshalb jetzt: wissbegierige Leute einstellen und weiterbilden.“

Ralf Cordes ist Inhaber der Günter Cordes GmbH in Bad Zwischenahn, die etwa 40 Personen beschäftigt. Seine Frau leitet den kaufmännischen Bereich. Mehr als 50 Jahre besteht das Bauunternehmen, das jetzt mit der Arbeitsagentur kooperiert, um etwas gegen den Fachkräftemangel zu tun. Die Agentur bietet dafür ein spezielles Programm, das aus Hilfskräften Facharbeiter macht.

Dieses Ziel hat auch Marvin Janssen fest im Blick. Er arbeitet bei der Firma Cordes und will nun den Abschluss schaffen. „Schon seit fast zehn Jahren bin ich in der Branche unterwegs. Die erste Ausbildung habe ich abgebrochen“, erzählt der 27-Jährige: „Ich war jung. Ich wollte mehr Geld verdienen als in der Ausbildung. Jetzt bin ich schlauer.“

Perspektive für Familie

Der Straßenbau liege ihm. „Klar, bei Sturm, Regen und Winterwetter kostet es manchmal Überwindung. Aber von nichts kommt nichts. Ich habe Spaß an dem Job, er ist sehr abwechslungsreich.“ Zwei Kinder hat Janssen und möchte auch für sie eine Perspektive. Im Juli 2021 wird er fertig.

Eine Umschulung dauert lediglich zwei Drittel der Zeit, die eine klassische Berufsausbildung in Anspruch nehmen würde, erläutert der Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, Dr. Thorsten Müller – im konkreten Fall zwei statt drei Jahre.

Die Umschüler verdienen dabei genau so viel Geld, wie sie als Hilfskraft bekommen haben. „Das ist insbesondere wichtig, wenn eine Familie versorgt werden muss“, betont die Pressesprecherin der Arbeitsagentur, Claudia Zimmermann.

Bessere Chancen

Das Qualifizierungschancengesetz – seit Januar 2019 in Kraft – hat dreierlei Ziele: „Es bietet erstens eine gute Perspektive für die Arbeitnehmer selbst. Sie erhalten einen Berufsabschluss und haben so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zweitens profitieren die Betriebe, die qualifizierte Mitarbeiter bekommen. Und drittens ist das gut für die gesamte Gesellschaft, wenn sich der Fachkräftemangel generell etwas auflöst“, listet Agenturchef Müller auf.

Für eine erfolgreiche Umschulung gebe es aber einige wichtige Voraussetzungen, so Jackelin Cordes: „Wir stellen Kandidaten meist zuerst als Helfer ein und schauen, wie sie sich entwickeln. Haben sie Durchhaltevermögen, können sie Frust aushalten?“ Wichtig sei für den Betrieb eine gewisse Sicherheit, dass die Umschüler den Abschluss auch schaffen.

Die Arbeitsagentur unterstützt den Prozess. So gibt es für die Umschüler Hilfe beim Theorie-Unterricht. Nach dem Abschluss steht den Absolventen dann auch der Weg zu einem Meistertitel offen.

Auch Marvin Janssen kann sich vorstellen, den Meister zu machen. Seine Chefin Jackelin Cordes freut das, ihr liege es am Herzen, Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen. „Der Beruf ist anstrengend“, sagt sie. Aber es habe sich viel getan. Maschinen vereinfachten den Alltag: „Es lohnt sich, einfach mal ein Praktikum zu machen.“

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Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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