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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Langärmlig auf der Baustelle

17.05.2019

Bad Zwischenahn Sommer, Sonne, Sonnenschutz – so sollte es zumindest sein, ganz besonders für diejenigen, die tagtäglich unzählige Stunden in der prallen Sonne verbringen: Bauarbeiter.

Oberkörperfrei wird draußen gearbeitet, der Sonnenschutz jedoch gerät dabei auch mal in Vergessenheit. Langzeit-Folgen wie Weißer Hautkrebs folgen jedoch auf dem Fuße. Eben dieser gehört auch zu der häufigsten Berufskrankheit der Bauwirtschaft. Allein im vergangenen Jahr wurden der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) 2944 neue Fälle gemeldet. Um möglichst früh für das Thema UV-Schutz am Bau zu sensibilisieren, informieren Experten der BG Bau unter dem Motto „Rette deine Haut“ Auszubildende der Bauwirtschaft. Die Aktion tourt bis September durch Deutschland und machte in dieser Woche auch Halt in Rostrup (Gemeinde Bad Zwischenahn) bei Bau-ABC.
Dort testeten 104 angehende Straßenbauer, Rohrleitungsbauer, Maurer, Betonbauer und Spezialtiefbauer unter anderem UV-Schutzkleidung. Bei einer Haut-Pigmentmessung konnte zudem die Eigenschutzzeit der Haut bei Sonneneinstrahlung bestimmt werden, die bei vielen unter 30 Minuten lag. Sonnencreme kann hier – kurzzeitig – helfen, wie Expertin Sabine Stratmann erklärt. Bei einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30, wird die Eigenschutzzeit somit um 30 Minuten verlängert. Daher gilt es nachzucremen und besonders die „Sonnenterrassen“, also Ohren, Nase, Unterlippe, Kinn und Hände auch auf andere Art zu schützen. Denn gerade wenn Bauarbeiter mit Sand oder an hellen Fassaden arbeiten, reflektiere die Sonne und habe eine höhere Strahlkraft.

Langärmlig sollte es auf jeden Fall sein, betont Experte Torsten Meyer, was die Wahl der Arbeitskleidung betrifft. „Kurze Ärmel und V-Ausschnitt wollen wir nicht“, denn mehr Stoff meint mehr Schutz. Das gilt auch hinter den Ohren, denn hier sei der Lieblingsplatz für den Weißen Hautkrebs, wie Meyer erklärt. Daher sollten Bauhelme mit einem Nacken- und Ohrenschutzüberzug versehen sein. Es muss zudem nicht immer das 50 Euro teure Funktionsshirt sein, ein langärmliges Baumwollhemd tut es auch. „So schlicht kann UV-Schutz sein“, betont Experte Heinz Röhn. Doch insgesamt sei das Bewusstsein für UV-Schutz bei vielen Unternehmen mit den Jahren gewachsen, erklärte das BG-Bau-Team. Viele Arbeitgeber seien sich ihrer Verantwortung bewusst, für die persönliche Ausrüstung und den Schutz der Mitarbeiter zu sorgen.

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