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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Treffen sich 450 Ärzte...

19.11.2018

Bad Zwischenahn Ein roter Strich am Unterarm – daran, so glauben viele, könne man eine Sepsis (im Volksmund Blutvergiftung) erkennen. Es gebe aber zahlreiche Anzeichen für eine Sepsis, sagt Dr. Matthias Gründling aus Greifswald, die einen Mediziner an eine Sepsis denken lassen sollte: Schläfrigkeit, schneller Herzschlag, der Patient wirke, als sei er durcheinander, sagte der Intensivmediziner Gründling, der in Greifswald ein Projekt „Sepsis-Dialog“ leitet. Gründling war einer der Referenten („Sepsis: Der unterschätzte Notfall“) beim 18. Oldenburger Ärztetag, der am Samstag in der Wandelhalle in Bad Zwischenahn stattfand und unter dem Motto Notfallmedizin stand.

450 Mediziner aus dem Nordwesten waren zu der Veranstaltung gekommen, die damit die größte Fortbildungsveranstaltung ihrer Art in der Region ist, erläuterten der Bezirkschef der Ärztekammer Niedersachsen, Wolfgang Grashorn, und Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Fortbildungsausschuss der Bezirksstelle Oldenburg der Ärztekammer. Der Fortbildungsausschuss der Ärztekammer versuche Themen zu finden, die niedergelassene Ärzte und Klinikärzte gleichermaßen interessierten, sagte Grashorn, der auch die Veranstaltung moderierte. Prof. Köhne zeigte sich beeindruckt von der Professionalität der Arbeit in der Großleitstelle. Dort hilft die strukturierte Befragung der Anrufer, die einen Notfall melden, in wenigen Augenblicken Entscheidungen über das Vorgehen zu treffen, etwa die Entsendung eines Rettungstransportwagens und eines Teams. „Mit so einer gezielten Fragetechnik kann man viel erreichen. Das sind Profis, die gezielt fragen.“ Grashorn, Facharzt für Anästhesiologie, ist überzeugt, dass es mehr Großleitstellen wie die in Oldenburg braucht. In solchen Leitstellen könne schnell entschieden werden, welches Fahrzeug mit welcher Besatzung ausrücken muss. „Man effektiviert die Kräfte“, sagte Grashorn.

Zurück zur Sepsis, laut Referent Gründling ein unterschätzter Notfall. Man müsse die frühen Anzeichen ernst nehmen, erläuterte er. 90.000 Todesfälle würden jährlich wegen einer Sepsis, einer meist zu spät erkannten Infektion registriert. Die Sterblichkeit bei einer Sepsis betrage 40 Prozent. Hauptursache sei eine Lungenentzündung. An dem Krankenhaus, an dem Gründling arbeitet, habe eine Sensibilisierung der Mediziner und Schulung der Pflegekräfte (wie erkenne ich eine Sepsis?) eine Senkung der Sterblichkeitsrate um 20 Prozent bewirkt. Für Mediziner sei der Ärztetag eine willkommene Gelegenheit, Wissen aufzufrischen, sagte Dr. Johann Warns, niedergelassener Allgemeinmediziner und Diabetologe aus Varel. Natürlich habe jeder Mediziner Wissen über die Maßnahmen in Notfällen, „aber sie kommen nicht täglich vor“, sagte Warns. Es sei deshalb Aufgabe der Mediziner, sich fortzubilden. Neben den Expertenvorträgen, der fachlichen Diskussion und dem Austausch spielen Fallbeispiele aus der Praxis beim Ärztetag eine große Rolle.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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