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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Großer Bahnhof für den Bahnchef

26.08.2016

Oldenburger Land Mit der feierlichen Inbetriebnahme des 1,5 Kilometer langen Streckenabschnitts Sande-Nord–Weißer Floh ist am Donnerstagmittag ein wichtiger Teilabschnitt im Bahn-Großprojekt „Ausbaustrecke Oldenburg-Wilhelmshaven“ freigegeben worden. ->

Vor mehr als 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den Verwaltungsspitzen der Region sprachen Niedersachsens Minister für Wirtschaft und Verkehr, Olaf Lies (SPD), sowie Bahnchef Dr. Rüdiger Grube von einem „großen Tag“: Mit dem eingeweihten Streckenabschnitt komme man dem gemeinsamen Ziel einer leistungsfähigen Anbindung an den Jade-Weser-Port und möglichst viel Gütervekehr über die Schiene abzuwickeln wieder ein Stück näher, so Grube.

Weil der Untergrund die Lasten der schweren Güterverkehre auf dem alten Gleis nicht tragen kann, wurde in den vergangenen zwei Jahren ein neues Gleis hergestellt. Besondere Herausforderung für die Ingenieure war, den Untergrund so zu verdichten, dass er die erwarteten schweren Gütervekehre aufnehmen kann von und zum einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands in Wilhelmshaven.

Für die 1,5 Kilometer lange Bahnstrecke, die an die ab 2017 gebaute Bahnumfahrung Sande anschließt, wurden zwölf Millionen Euro verbaut.

In Oldenburg ist eine Billig-Lösung beim Neubau der Gleishalle für den Hauptbahnhof vom Tisch. Das hat Bahn-Chef Grube am Donnerstag bei einem Besuch in der Huntestadt zugesagt. Ein Neubau solle sich an dem historischen Erscheinungsbild der jetzigen Halle orientieren. Allerdings sieht Grube keine Alternative zu einem Abriss der etwa 100 Jahre alten Halle. Eine Sanierung der bestehenden Nietenkonstruktion sei nicht sinnvoll.

In Rastede (Kreis Ammerland) machte sich die Delegation um Lies und Grube ein Bild der laufenden Bauarbeiten an einer Personenunterführung. Der Bahnhof solle bis 7. Oktober genutzt werden, die Bauarbeiten bis Jahresende komplett beendet sein, berichtete der Projektleiter. „Ich bin wirklich super zufrieden mit dem Fortschritt“, erklärte der Minister. Die Unterführung mache das Bahnfahren für alle Nutzer attraktiver.

Ab Herbst 2017 wird die Fußgängerbrücke im Bahnhof in Varel (Kreis Friesland) saniert und erhält zwei Fahrstühle. Er wird damit, wie seit vielen Jahren gefordert, barrierefrei. „Die Eröffnung ist am 1. Advent 2018“, kündigte Bahnchef Dr. Rüdiger Grube am Donnerstag an. Er bezifferte die Kosten auf drei Millionen Euro. Die Finanzierung übernimmt der Bund, das Land Niedersachsen gibt 170 000 Euro dazu.

Die Sanierung ist notwendig, weil das Gebäude für die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven zu niedrig ist. Ein Abriss kam aufgrund des denkmalerischen Wertes der Stahlbetonskelettkonstruktion aus dem Jahr 1913 nicht infrage. „Es wird deshalb um 80 Zentimeter angehoben, um die Oberleitung darunter zu verlegen“, erläuterte Grube. Die Vareler Brücke ist bundesweit das einzige Bahnbauwerk dieser Konstruktionsweise.

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