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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Kiellegung mit besonderen Familienbanden

13.09.2019

Bardenfleth Hinter jedem Schiff steht eine Geschichte, schon bevor der Kiel das erste Mal mit Wasser in Berührung kommt. Manche Geschichten sind banal, andere wiederum eng mit Menschen verbunden. Oder gar mit Familien, wie die Kiellegung des neuen, noch namenlosen Seenotrettungskreuzers auf der Fassmer-Werft in Bardenfleth zeigt.

Es ist die Familie Davids aus Maasholm, die den Neubau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begleitet. Merle Davids hält am Donnerstag ein kleines Stück Metall mit großer Bedeutung für die Seenotretter in der Hand: Es ist eine Bremer Zwei-Euro-Münze, die die 19-Jährige als Glücksbringer in den Rumpf des Seenotrettungskreuzer-Neubaus einlegt. Die traditionelle Kiellegung ist für sie etwas ganz Besonderes: Auf dem für die Station Grömitz bestimmten Spezialschiff wird ihr Vater Markus im Einsatz sein – bei jedem Wetter. Und sie selbst sammelt dafür Spenden.

Vater in Seenot

Doch die Verbindung mit der DGzRS geht noch weiter: „Als Papa noch Fischer gewesen ist, war er einmal auf die Hilfe der Seenotretter angewiesen. Was die DGzRS macht und wie sie es macht, unabhängig und nur mit Spenden, das finde ich richtig gut“, sagt die Auszubildende zur Industriekauffrau. Merle Davids und auch ihre Mutter Christine stärken Vater und Ehemann Markus Davids aber nicht nur ideell den Rücken: „Ich habe am Tag der Seenotretter geholfen, mich bei Vorführungen retten lassen und begonnen, neue Förderer zu gewinnen“, berichtet die Maasholmerin. Sie und ihre Mutter sind zudem ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Seenotretter an Land.

Als Merle Davids gefragt wurde, ob sie den neuen Seenotrettungskreuzer ihres Vaters auf Kiel legt, überlegte sie nicht lange. Denn schließlich soll die am Kollisionsschott eingelegte Münze nicht nur den Schiffbauern, sondern auch der künftigen Besatzung um ihren Vater Glück verheißen. Das Geldstück mit Bremer Rathaus und Roland wird in den rund 30 Dienstjahren des Spezialschiffes jeden Einsatz mitfahren.

Über Spenden finanziert

Der Neubau wird die bislang auf der Station Grömitz eingesetzte Hans Hackmack ersetzen. Diese wird künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo Seenotrettungskreuzer zum Beispiel aufgrund von Wartungsarbeiten vertreten werden müssen.

Apropos Geld: Finanziert wird der neue Seenotrettungskreuzer mit der internen Bezeichnung SK 41 überwiegend aus einer Erbschaft. „Zuwendungen aus Nachlässen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter und ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler bei der Kiellegung an der Unterweser.

Weitere Neubauten

Es ist übrigens nicht das einzige neue Schiff, welches die DGzRS zur Zeit bauen lässt: Ein baugleiches Schiff, die Hamburg (SK 40) wird ebenfalls bei Fassmer gefertigt. Im August wurde die Hamburg erstmals zu Wasser gelassen. Ab Frühjahr 2020 soll das Schiff rund um Borkum eingesetzt werden.

Bereits am 12. Oktober wird in Horumersiel das Seenotrettungsboot SRB 75 seinen offiziellen Namen erhalten.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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