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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Baudeputation schnürt Gleis-Paket

09.04.2005

BREMEN Zehn neue Tram-Züge werden benötigt. Es wird mit bis zu neun Millionen zusätzlichen Fahrgästen gerechnet.

Von Jörg Esser BREMEN - Um rund 38 Kilometer soll das Nahverkehrsnetz in Bremen und im Umland in den nächsten Jahren wachsen. Die Baudeputation stellte gestern die Weichen für das „ehrgeizigste Ausbauprogramm der vergangenen Jahrzehnte“, wie es Bausenator Jens Eckhoff (CDU) formulierte.

Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen die Verlängerungen der Straßenbahnlinie 1 von der Züricher Straße durch Tenever bis zum Mahndorfer Bahnhof (rund fünf Kilometer lang, angestrebter Baubeginn: 2008, geplante Inbetriebnahme: 2010) sowie vom Roland-Center bis Mittelshuchting (vier Kilometer, 2009, 2011) und die Wiederbelebung des Zugverkehrs auf der Strecke der Farge-Vegesacker Eisenbahn (acht Kilometer, 2006, 2007). Diese drei Abschnitte sollen, so heißt es, „kurzfristig in Planung gehen“.

Wenig später (ab 2009/2010) wird dann auch der Bau der Linie 8 vom Roland-Center aus durch Stuhr bis Leeste in Angriff genommen. Die Straßenbahn soll die alte Trasse der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) nutzen. Und auch die Verlängerung der Linien 2 und 10 von Sebaldsbrück bis zur Osterholzer Landstraße bzw. bis zum DaimlerChrysler-Werk haben die Verkehrsstrategen fest im Visier. Der Baubeginn ist für 2010, die Fertigstellung für 2011 geplant.

Für das gesamte Paket werden Kosten von 153,3 Millionen Euro veranschlagt. Läuft alles glatt, dann zahlt der Bund davon 110 Millionen Euro. Bremen ist mit etwa 27,5 Millionen dabei, 13,7 Millionen werden über den Vorsteuerabzug finanziert. Zudem muss die BSAG einen Eigenanteil von 1,5 Millionen Euro berappen. „Das Geld wird für die Anschaffung neuer Fahrzeuge fällig“, so Georg Drechsler, Vorstandssprecher der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Für die Neubaustrecken werden zehn zusätzliche Straßenbahnzüge benötigt.

Von den vielen neuen Strecken verspricht sich Drechsler rund acht bis neun Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr. „Das ist vorsichtig kalkuliert“, sagt er.

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