• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Konflikt: Bei Streit um Insel-Feuerwerk knallt’s

22.07.2016

Langeoog /Im Nordwesten Auf Langeoog knallt’s im doppelten Sinne: Mit einem Feuerwerk ganz knapp außerhalb der Nationalparkgrenzen soll am Wochenende auf der ostfriesischen Insel der Abschluss des „Dörpfestes“ gefeiert werden – mitten in der Brutzeit. Das löst Empörung bei Naturschützern aus.

„Ein Unding“, kritisiert der Wattenrat Ostfriesland, „ein Höhenfeuerwerk wirkt als Störung weit in die Flächen des Großschutzgebietes hinein“.

Das Strandfeuerwerk am Sonntagabend ist nur einen Steinwurf außerhalb der Grenzen des Schutzgebietes und des „Weltnaturerbes“ geplant, so dass die Verbote des Nationalparkgesetzes nicht greifen. „Die Störungen lösen aber bei Brut- oder Zugvögeln durch Explosions- und Lichteffekte enorme Panik aus“, betont Manfred Knake vom Wattenrat in einer der NWZ  vorliegenden Stellungnahme. Die Tiere würden orientierungslos. Wissenschaftliche Untersuchungen gingen zudem von einer Störwirkung von mehreren Kilometern aus.

Das mutwillige Beunruhigen streng geschützter Tiere sei nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch außerhalb von Schutzgebieten verboten und könne bestraft werden, sagte Knake. Das Bundesnaturschutzgesetz sehe vorherige Verträglichkeitsprüfungen vor.

Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels (parteilos) räumt eine Störung durch das Spektakel ein, verteidigt die Veranstaltung aber auch: „Der Gemeinderat hat zugestimmt, der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde und die Nationalparkverwaltung haben dies bestätigt“, sagt Garrels. Beide Behörden seien zwar nicht begeistert, hätten aber auch keinen Grund für ein Verbot gesehen.

Dabei appelliert die Nationalparkverwaltung in jedem Jahr zu Silvester, auch im Umfeld des Nationalparks mit Rücksicht auf die Tierwelt auf Feuerwerke zu verzichten. „Dieser Appell verhallt auf Langeoog seit Jahren ungehört, obwohl die Insel Nationalparkpartner der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ist“, kritisiert Knake. Diese Auszeichnung verpflichte zum schonenden Umgang mit der Natur.

Die Nachbarinsel Spiekeroog verhält sich anders: Dort sind Feuerwerke ganzjährig verboten. Mit diesem Imagepunkt findet die Insel gerade bei Touristen Zustimmung, die Ruhe suchen.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.