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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Anschläge: Beim Häckseln fährt die Angst mit

22.10.2013

Im Nordwesten Viele Landwirte und Erntehelfer aus der Region fahren in diesen Tagen mit einem ganz unguten Gefühl zur Maisernte auf die Felder. So auch die Mitarbeiter von Horst Osterloh, der in Steinkimmen (Gemeinde Ganderkesee/Landkreis Oldenburg) ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen betreibt. Sein Betrieb ist vor wenigen Tagen bei der Ernte in Hurrel (Gemeinde Hude/Landkreis Oldenburg) Opfer eines Anschlags geworden. Ein Metallteil im Mais war in eine rotierende Trommel eines Feldhäckslers geraten. „Messer- und Schraubenteile flogen durch die Luft, Flammen schossen aus dem Maisrohr“, erinnert sich Osterloh.

Und dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. Nach Angaben der Polizeidirektion Oldenburg hat es in jüngster Vergangenheit neben dem Anschlag in Hude ähnliche Vorfälle in Harpstedt und Wildeshausen (beides Landkreis Oldenburg) gegeben. Und alleine Bereich der Polizeiinspektion Diepholz gab es in diesem Jahr bereits acht Metall-Angriffe auf Maishäcksler. Einen weiteren Fall gab es jüngst in Schwanewede, wo eine Metallstange an einer Maispflanze befestigt worden war. Bislang ist es bei Sachschäden geblieben, die allerdings beträchtlich sind. Bei dem Angriff in Hude geht die Polizei von mindestens 15 000 Euro Schadenshöhe aus, vielfach liege sie aber bei 30 000 und bis zu 50 000 Euro.

Das Motiv für die Taten ist derzeit unklar. Immer wieder gibt es Vermutungen, die Täter könnten aus den Reihen von Umweltaktivisten stammen, die so ein Zeichen gegen den zunehmenden Maisanbau und die „Vermaisung“ der Landschaft setzen wollen. „Wir haben derzeit keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Taten, können es aber auch nicht ausschließen“, sagt dazu Janina Schäfer, Pressesprecherin der Polizeidirektion Oldenburg.

Betroffen seien allerdings hauptsächlich Maisfelder. Das Phänomen sei schon aus den Vorjahren bekannt. Die Polizei setze alles daran, die Taten aufzuklären, schließlich sei es kein Kavaliersdelikt.

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Das sieht auch Gabi von der Brelie, Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, so. „So etwas kann man nicht tolerieren. Und es ist nie auszuschließen, dass dabei Menschen verletzt werden. Da werden Grenzen überschritten“, empört sich von der Brelie.

Und Andrea van Eijden, Präsidentin der Landesgruppe Niedersachsen im Bundesverband Lohnunternehmen, ruft zur Wachsamkeit auf: „Die Landbevölkerung ist insgesamt gefordert, diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Melden Sie Auffälligkeiten der Polizei. Gemeinsam können wir es schaffen, dass Landwirte und Lohnunternehmer ohne Gesundheit und Leben zu riskieren ihren Arbeiten in nachgehen können.“

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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