NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wirtschaftsverband: „Beratung über kommunale Fusion neu aufnehmen“

06.02.2014

Wilhelmshaven /Friesland Stadt Wilhelmshaven und Landkreis Friesland sollten die abgebrochenen Beratungen über eine kommunale Fusion wieder aufnehmen. Dazu hat der Allgemeine Wirtschaftsverband (AWV) Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund am Mittwoch geraten. In der Diskussion um die so genannte Einkreisung der Stadt Wilhelmshaven in den Landkreis Friesland habe der Wirtschaftsverband den Eindruck gewonnen, „dass Ausschüsse und Amtsleiter das Thema mit dem Reizwort ,Einkreisung‘ zerredet haben“. „Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen“, kommentierte AWV-Hauptgeschäftsführer Lutz Bauermeister dieses Vorgehen. AWV-Präsident Martin Steinbrecher kritisierte, dass die möglichen Auswirkungen einer kommunalen Fusion nicht ausreichend untersucht worden und Bürger und gesellschaftliche Gruppen nicht beteiligt worden seien. Die Politik habe einen Scherbenhaufen hinterlassen, so Steinbrecher. Er könne nicht erkennen, wie die Kommunen ohne ein Zusammengehen auf die sinkende Einwohnerzahl in der Region reagieren wollen. Landkreis und Stadt operierten völlig isoliert und unkoordiniert, so zuletzt auch beim Jade-Weser-Airport in Mariensiel mit dem letztlich gescheiterten Projekt Jet-Port-City (die NWZ  berichtete). Neue „Leuchtturmprojekte“ für eine verstärkte Zusammenarbeit seien nicht zu erkennen, so Bauermeister.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Kritik äußerte der Verband an den Beschlüssen der Großen Koalition zum Mindestlohn. Der Verband befürchtet „fatale Auswirkungen für den Arbeitsmarkt“ und kritisiert den Eingriff in die Tarifautonomie. Verlierer werden letztlich die Geringqualifizierten und die Langzeitarbeitslosen sein. Die Rente mit 63 sei ein Geschenk auf Kosten der kommenden Generation und verschlimmere die schon angespannte Lage auf dem Fachkräftemarkt zusätzlich.

Über Fachkräftemangel und Probleme, Ausbildungsplätze zu besetzen, haben in einer Konjukturumfrage des Verbandes auch zahlreiche Unternehmen geklagt. Dennoch sei die Stimmung in der regionalen Wirtschaft überwiegend positiv.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965313
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.