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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Bessere Versorgung und Mobilität

30.10.2013

Oldenburg Der demografische Wandel und die Mobilität im ländlichen Raum standen am Dienstag im Mittelpunkt einer Fachtagung in Oldenburg, zu der die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (Linga) und die niedersächsische Landesinitiative Mobilität ins Institut für Informatik Offis eingeladen hatten. Teilnehmer der Veranstaltung waren Vertreter von Kommunen aus dem ländlichen Raum, von Seniorenorganisationen und von Wissenschaft und Wirtschaft.

„Wir stehen vor massiven Veränderungen. 88 Prozent der Deutschen leben in Städten. Und vieles, was mit Blick auf den demografischen Wandel entwickelt wird, ist eher für Städte gedacht und geeignet. Im ländlichen Raum haben wir aber eine ganz andere Infrastruktur“, sagte Matthias Brucke von der Landesinitiative Mobilität.

Produkte und Dienstleistungen seien nicht an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst. Hier liege eine Vielzahl ungenutzter Potenziale, die innovativen Unternehmen neue Chancen eröffnen. Auf dem Land, so Brucke weiter, seien neue Versorgungs- und Mobilitätskonzepte gefragt, um angesichts einer alternden Gesellschaft in Zukunft die Lebensqualität auf dem Land zu sichern. Es gehe darum, Voraussetzungen zu schaffen, um Abwanderung entgegenzuwirken und Standorte attraktiv zu halten.

Handlungsbedarf bestehe vor allem in ländlichen Gebieten mit wenig Infrastruktur – und bedingt durch sinkende Schülerzahlen einem allgemeinen Rückgang des Öffentlichen Nahverkehrs.

„Wir wollen herausfinden, welche passgenauen Angebote man für den ländlichen Raum entwickeln muss. Es gibt dazu erste Ansätze. Wir gehen in Kommunen und schauen uns an, ob es beispielsweise dort noch einen Einzelhandel gibt. Wenn ja, muss man über Zusatzangebote nachdenken – etwa ob ein Arzt dort Sprechstunden abhalten kann“, so Brucke.

Aber auch bei nicht vorhandenem Handel könnten alte Konzepte vom Bäckerbus bis zur rollenden Bücherei wieder aufgegriffen werden. „Es ist eine Chance, die Dienstleistungen zu den Menschen zu bringen.“ Man könne aber nicht mit einem Konzept von Dorf zu Dorf ziehen. Das werde nicht funktionieren. Als positives Beispiel nannte Brucke die wachsende Zahl von Bürgerbussen.

Die beiden Landesinitiativen werden vor Ort das Gespräch mit den Endnutzern suchen, mit Bürgermeistern und Vertretern von Dorfgemeinschaftshäusern reden, um zu ermitteln, in welche Entwicklungsrichtung die Technik dann gehen muss. Das Land Niedersachsen unterstützt die beiden Landesinitiativen finanziell bei ihrer Arbeit.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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