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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Blick in Niedersachsens Zukunft

22.06.2017

Im Nordwesten Der Helm trägt Stephan Weils (SPD) Namen. „Für Ihre Sammlung“, sagt der Mann von Gasunie in der Verdichterstation in Achim. Ein wirklich passendes Gastgeschenk. Nicht nur in der Gas-Anlage besteht Helm-Pflicht. Auch in der Landespolitik drohen Gefahren für die Landesregierung. Vergabe-Affären belasten Rot/Grün.

Trotzdem geht Weil auf Sommerreise. Durch den Nordwesten. Durch das „Energieland Nummer eins“, sagt der Ministerpräsident. „Ich will einen Blick in Niedersachsens Zukunft werfen“, kommentiert Weil die Stationen Oldenburg, Aurich, Cuxhaven und Stade innerhalb von drei Tagen.

Doch nicht nur Energie elektrisiert den Regierungschef. Das Treffen mit Menschen, die Gespräche am Rande – wie bei Fokkis Weidenfest in Oldenburg – bringen „unheimlich viel“, schwärmt Weil von der Traditionsveranstaltung. Sicher auch ein Stimmungstest. Die Umfragen für die Landesregierung laufen nicht so toll. Die CDU ist stark, die SPD hält sich dank der Beliebtheit des Ministerpräsidenten, aber die Grünen schwächeln. Nächste Landesregierung? Völlig unklar. Und bis dahin macht die Opposition noch Druck mit zwei Untersuchungsausschüssen zu Islamisten im Land und zu schweren Patzern bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen. CDU und FDP sprechen von „Genossen-Filz“. Ein gefährlicher Vorwurf im anstehenden Wahlkampf.

Bei Gasunie geht der Blick viel weiter in die Zukunft. Der niederländische Konzern verantwortet nicht nur Niedersachsens Gas-Netz von 6000 Kilometern Stahlröhren. „Die halten 1000 Jahre“, behauptet Gasunie-Manager Jens Schumann. Müssen sie auch: Etwa 440 Kilometer kosten eine Milliarde Euro. Übrigens: Weils Vater hat an diesem Netz mitgebaut.

Und in diesen Rohren liegt viel Phantasie. In Zukunft soll Windenergie in Gas umgewandelt und weitergeleitet werden. Störungsfrei, 24 Stunden am Tag, ohne Abhängigkeit von aktueller Windlage. Ein Zukunftslabor, das auf niederländischer Seite längst Gestalt annimmt.

Blick in die Zukunft auch bei Enercon in Aurich: Im Hof stapeln sich die Aufträge. Der Export boomt – „besonders in die Türkei“, betont Geschäftsführer Simon Wobben, obwohl die politische Lage am Bosporus derzeit Probleme macht.

Für Weil sind Enercon, Marktführer in Deutschland und Spitze in Europa, sowie der Standort Aurich mit allein 800 Ingenieuren ein Symbol für einen spektakulären Wandel: „Aus einer strukturschwachen Gegend ist eine starke Region geworden“, lobt Ministerpräsident Weil den Wandel hin zur Energiewirtschaft. Eben die Nummer eins. Auf dieses Standbein kann ganz Niedersachsen setzen. Jede Landesregierung.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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