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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Landwirtschaft In Brake: Weideaustrieb diesmal im Internet übertragen

06.04.2020

Brake An die Bildschirme statt an die Felder lockte der Weideaustrieb in Brake die Zuschauer in diesem Jahr. Sie konnten die rund 200 Kühe der Familie Heiko und Heike Holthusen dabei beobachten, wie sie auf die Felder gingen. Nach Angaben des Vereins Grünlandzentrum waren im vergangenen Jahr fast 2000 Zuschauer dabei, diesmal konnten sie das Geschehen über die Sozialen Medien und eine Internetseite verfolgen.

Die Veranstaltung war ganz bewusst trotz Corona-Krise nicht abgesagt worden. „In Zeiten, da Verbraucher leere Regale befürchten, erhält die heimische Landwirtschaft einen neuen Stellenwert“, hieß es vom Grünlandzentrum. Öffentliche Weideaustriebe, die die Weidesaison nach der winterlichen Stallsaison feierlich eröffneten, seien in Niedersachsen nicht nur etabliert. „Die beliebten Spektakel machen in besonderer Weise auch die Landwirtschaft für die Gesellschaft wieder sichtbar.“ In Niedersachsen gibt es etwa 2,5 Millionen Rinder.

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) wandte sich auf der Facebook-Seite mit einer Videobotschaft an die Zuschauer: „Es gibt viele Familien, die sich wirklich in diesen Tagen Sorgen machen, wie es auf den Betrieben weitergeht.“ Mit dem Kauf von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sollten diese unterstützt werden.

Eigentlich hätten die Landwirtschaftsministerin und Umweltminister Olaf Lies (SPD), die gemeinsam die Schirmherrschaft übernahmen, das Tor geöffnet. „Weidetierhaltung heißt Artenvielfalt, heißt Biodiversität, heißt, dass da Leben ist auf den Weiden, wovon Insekten leben, wovon Vögel wieder leben“, erklärte Lies in seiner Videobotschaft.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband OOWV, erstmals Kooperationspartner beim Weideaustrieb, hätte seine Botschaften gerne vor Ort erläutert. „Wir sehen die Zusammenarbeit mit dem Grünlandzentrum als Paradebeispiel für wirksamen und erfolgreichen Grundwasserschutz“, sagt Geschäftsführer Karsten Specht: „Dauergrünland ist hilfreich, Nitrate oberflächennah festzuhalten, damit diese nicht in das tiefer gelegene Grundwasser gelangen, aus dem wir das Wasser für die Trinkwasserversorgung entnehmen.“

Wie Karsten Specht bedauern auch andere, fest eingeplante Teilnehmer, diesmal nicht dabei sein zu können. Politiker und Sponsoren – viele melden sich in diesen Tagen bei den Mitarbeitern des Grünlandzentrums telefonisch. Es gibt jedoch viel Verständnis für die Verlegung in die digitale Welt. „Wir freuen uns besonders, dass unsere Sponsoren uns trotzdem unterstützen“, betont der Geschäftsführer.

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