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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wasserwerke an der Grenze – Droht der Kollaps?

04.08.2018

Brake /Lohne Die Wasserversorgung im Norden gerät durch die anhaltende Trockenheit an ihre Grenze: Vor allem in den Abendstunden steigt der Verbrauch derzeit so stark an, dass die Pumpen in den Werken trocken zu laufen drohen.

Das Problem dabei: „Wenn ein Wasserwerk in die Knie geht, dann gehen alle in die Knie“, erläutert Heiko Poppen, Sprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) mit Sitz in Brake. Und genau das sei für die Experten auf einmal „ein realistisches Szenario“: der totale Zusammenbruch der Wasserversorgung von Holdorf bis Wangerooge, von Marienhafe bis Wildeshausen. Um das auszuschließen, hat der OOWV bereits vor knapp zwei Wochen den Beschluss gefasst, den Druck in den Wasserleitungen bis zum Ende der Trockenperiode zu senken.

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Diese Maßnahme ist der letzte Versuch, den exorbitanten Wasserverbrauch in der Region ohne Verbote und Strafandrohungen in den Griff zu bekommen. „Im Haushalt merkt man das kaum“, sagt Poppen, doch im Großen kommt durch die Druckminderung eine spürbare Entlastung der Wasserwerke zustande. Rauschten vor der Maßnahme bis zu 332.0000 Kubikmeter (am 26. Juli) Wasser durch die Wasserhähne im Oldenburger Land und Ostfriesland, waren es am Donnerstag lediglich 312.000 Kubikmeter. Doch auch das ist noch enorm viel. So ist auf der Internetseite des OOWV die höchste jemals an einem Tag verbrauchte Wassermenge noch mit 266.000 Kubikmeter beziffert – verbraucht am 25. August 2016.

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„Die Situation ist nach wie vor nicht entspannt“, betont daher Poppen. In Lohne (Kreis Vechta) sitzen derzeit etwa 2500 Haushalte in den Abendstunden auf dem Trockenen. Zwar sind die Höhenlagen von Lohne bislang das einzige Gebiet, in dem stundenweise das Wasser ausfällt, doch das könnte sich schnell ändern – wenn zum Beispiel ein Wasserrohr bricht oder ein Großfeuer gelöscht werden muss.

Jörg Jung
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2084

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