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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Im Stolberg-Prozess naht jetzt die Entscheidung

09.02.2018

Bremen /Oldenburg Im Mammutverfahren um den Zusammenbruch der Bremer Beluga-Reederei soll im kommenden Monat das Urteil gesprochen werden. Das kündigte die Große Wirtschaftsstrafkammer des Bremer Landgerichts am Donnerstag an. Die Urteilsverkündung werde am 15. März stattfinden, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Schaefer. Die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidiger des Hauptangeklagten Niels Stolberg sind für den 15. Februar geplant, die Verteidiger der drei mitangeklagten Reederei-Manager haben am 8. März das Wort.

Der inzwischen in Oldenburg lebende Stolberg und die drei Mitangeklagten müssen sich wegen Betrugs, Bilanzfälschung, Untreue und Kreditbetrugs verantworten. Viel wird bei der Urteilsfindung davon abhängen, welche Glaubwürdigkeit das Gericht den Zeugenaussagen der Bankmitarbeiter beimisst.

Stolberg und seine Verteidiger sind davon überzeugt, dass die Kreditsachbearbeiter der Bremer Landesbank allesamt vor Gericht gelogen haben. Anders als offiziell dargestellt, habe die Bank von falschen Angaben der Beluga-Reederei in den Kreditverhandlungen um Schiffsneubauten gewusst – und deshalb sei der Anklagepunkt Kreditbetrug völlig in sich zusammengebrochen.

Um diese Ansicht zu untermauern, wurden am Donnerstag interne Papiere und E-Mails der Bank in das Verfahren eingeführt. Daraus geht hervor, dass „aufgeblähte Baukosten“ nach Ansicht der Bank in der Branche „nicht unüblich“ gewesen seien.

Für Stolberg ist dieser Aspekt deshalb sehr wichtig, weil er ein Urteil anstrebt, das noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Die Grenze liegt bei einer Haftstrafe von zwei Jahren. In einer Zwischenbilanz im Sommer hielten sowohl die Anklage als auch das Gericht eine höhere Strafe für angemessen.


Mehr Infos unter   www.nwzonline.de/beluga-krise 
Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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Beluga | Staatsanwaltschaft | Bremer Landesbank

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