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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Zusammenlegung kleiner Anstalten unerwünscht

13.10.2017

Bremen Die kleinste Landesrundfunkanstalt Radio Bremen sieht in dem jüngsten ARD-Arbeitsbericht zur Strukturoptimierung einen wichtigen Beitrag, um die Gebührenentwicklung im Zaum zu halten. „Der ARD-Bericht senkt den Kostendruck auf den Beitrag erheblich“, sagte RB-Intendant Jan Metzger am Mittwoch in Bremen. Allerdings: „Ab 2021 hätten wir gerne einen Ausgleich der Teuerung, also 17,50 Euro plus x.“ Der Beitrag sei seit 2009 nicht mehr gestiegen und einmal sogar gesenkt worden.

Eine Zusammenlegung von Radio Bremen und dem Saarländischen Rundfunk mit größeren Anstalten ist laut Metzger kein Thema: „Die Diskussion ist so tot wie lange nicht mehr. Aber das Thema ist ein Wiedergänger.“ Die ARD hatte vor einigen Tagen ihren Arbeitsbericht an die Bundesländer vorgelegt, der unter anderem einen Ausbau der Kooperation unter den neun Landesrundfunkanstalten vorsieht.

Metzger verwies unter anderem darauf, dass man innerhalb der ARD beim Archivwesen, der Buchhaltung und dem IT-Bereich stärker zusammenarbeiten wolle. Das betrifft auch die kleinen Anstalten. Jedoch machte Metzger für Radio Bremen auch klar: „Wir sind in den letzten 15 Jahren sehr viel kleiner geworden. Die Abmagerungskur, die andere Anstalten noch vor sich haben, haben wir bereits hinter uns.“

Ob und welche Planstellen möglicherweise eingespart würden, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Die aktuelle Gebührenperiode läuft noch bis 2020. Nächste Woche befassen sich aber schon die Ministerpräsidenten der Länder bei einer Konferenz mit dem Bericht.

Metzger, der seit April 2009 Intendant bei Radio Bremen ist, verwies auf die Bedeutung des Internets für die Öffentlich-Rechtlichen. Vor allem die Zeitungen sehen durch „printähnliche Produkte“ der gebührenfinanzierten Sender ihr Geschäft gefährdet. Auch gegen Radio Bremen läuft eine Klage der Verlage. „Wir wollen die Freiheit haben, das im Netz zu produzieren, was unsere Nutzer auch wollen. Tendenziell wird das mehr Video sein und weniger Text werden“, so Metzger. „Wenn wir gar nicht im Internet präsent wären – was ich für eine Katastrophe hielte – dann brächte das langfristig das Ende der Öffentlich-Rechtlichen.“

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