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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Hunderte neue Jobs – trotz Sorgen wegen Maersk

18.04.2018

Bremen /Wilhelmshaven Ungeachtet einiger Sorgen um einen möglichen Rückgang bei Schiffsanläufen, soll das Personal am Wilhelmshavener Jade-Weser-Port aufgestockt werden. Wie der Terminal-Betreiber Eurogate am Mittwoch in Bremen bekräftigte, sollen im Zuge eines im Herbst 2017 gestarteten Programms bis zu 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden, um den Tiefwasserhafen für weiteres Wachstum vorzubereiten.

Wie Eurogate am Mittwoch mitteilte, legte der Containerumschlag am Jade-Weser-Port im vergangenen Jahr um 15,1 Prozent auf 554 449 Standardcontainer (TEU) zu. Die drei Containerterminals in Bremerhaven verzeichneten demnach 2017 einen Anstieg um 0,9 Prozent auf knapp 5,5 Millionen TEU.

„Eurogate hat an den Standorten Bremerhaven und Wilhelmshaven von der Restrukturierung der Großallianzen profitiert“, sagte Michael Blach, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung. Positiv sei gewesen, dass die sogenannte „Ocean Alliance“ den Terminal Wilhelmshaven in ihr Netzwerk aufgenommen habe. Blach begrüßte zudem, dass der Volkswagen-Konzern ein Logistikzentrum am Jade-Port errichten will. „Das gibt Wilhelmshaven zusätzlichen Aufwind“, sagte Blach. Wie Eurogate weiter mitteilte, haben sich die Umschlagszahlen in Wilhelmshaven im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr knapp verdoppelt.

Allerdings gibt es Befürchtungen, dass künftig weniger Schiffe der Reederei Maersk den Jade-Weser-Port anlaufen könnten. Hintergrund ist offenbar eine Fahrplanänderung der Reederei. Ziel soll sein, die Zuverlässigkeit der Asien-Europa-Dienste zu verbessern. Wegen der stetig steigenden Zahl von Großcontainerschiffen hatte die Fahrplantreue in der Vergangenheit nachgelassen, teilte eine Eurogate.Sprecherin auf Anfrage mit.

Deswegen streicht Maersk wohl 17 Hafenanläufe in Nordeuropa und im Mittelmeerraum. Davon ist nach Einschätzung von Eurogate auch der Container Terminal Wilhelmshaven betroffen. „Obwohl nach unserem Verständnis einige der Fahrplanänderungen, die bekannt gegeben wurden, noch nicht endgültig sind, kann es sein, dass sich die Zahl der Anläufe in Wilhelmshaven vorübergehend reduzieren wird“, bestätigt die Eurogate-Sprecherin.

Sollte das der Fall sein, werde in diesem Zusammenhang angestrebt, „die Volumina auf die verbleibenden Dienste zu konzentrieren, um Mengenverluste zu minimieren oder wenn möglich gänzlich zu vermeiden“, so die Sprecherin. Was bedeutet das konkret? Die Containerschiffe fahren in sogenannten Diensten nach einem festen Fahrplan (ähnlich wie bei anderen Verkehrsträgern auch). Wird nun ein Hafen gestrichen, bedeutet das nicht automatisch, dass der Reeder weniger Container zu transportieren hat. Im Gegenteil, die Container für Zielorte, die nicht mehr durch einen Dienst angelaufen werden, müssen nun durch den Reeder auf andere Dienste umgelegt werden. Da ein Hafen in der Regel nicht nur von einem Dienst einer Reederei angelaufen wird, könnte der Reeder also Container auf einen anderen Dienst umlegen.

Wie für andere Verkehrsträger auch, gibt es in der Containerschifffahrt „Fahrpläne“. Je nach Ereignis, etwa ungünstige Wetterlagen, verzögerte Abfertigungen, kann es dazu kommen, dass ein vorgegebener Zeitplan nicht eingehalten werden kann. Die Fahrplantreue der Reedereien ist besonders wichtig für die Endkunden aber auch für die Containerterminals, da die Vor- und Nachläufe in den Häfen von Verzögerungen bei der Ankunft oder Abfahrt betroffen sind.

Die Reedereien überarbeiten regelmäßig Ihre Fahrpläne. In den vergangenen Jahren fand dieses fast immer zu Beginn des Frühjahres statt. Kleine Veränderungen kann es zu jeder Zeit geben aber größere Veränderungen finden typischerweise nur einmal im Jahr statt, meist im April.

Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050
Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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