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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Polarstern“ bald eingefroren

12.08.2019

Bremerhaven Internationale Beachtung findet die riskante Expedition am Nordpol schon länger. Seit durchgedrungen ist, dass der Bremerhavener Forschungseisbrecher „Polarstern“ im September an einer großen Eisscholle festmachen und fast ein Jahr mit dem Meereis durch das Seegebiet im Nordpolarmeer driften will, haben sich beim Alfred-Wegener-Institut (AWI) Anfragen von Wissenschaftlern gehäuft. Immer wieder schickte die Bremerhavener Forschungseinrichtung ihre „Polarstern“ in die eiskalten Regionen der Arktis und der Antarktis. Doch das aktuelle Vorhaben, genannt „MOSAiC“ toppt wirklich alles.

Das weiß auch „Polarstern“-Kapitän Thomas Wunderlich. Bevor er das Schiff am Samstagabend gegen 21.45 Uhr in die Nordschleuse steuerte, beantwortete der Offizier noch einige Fragen von Journalisten. Klar sei das ein spannendes Gefühl vor einer solchen Reise. Immerhin sehe man den Heimathafen Bremerhaven frühestens in einem Jahr wieder. „Man weiß am Ende nicht, was einen erwartet. Eis kann auseinanderbrechen. Wir sind aber ausgezeichnet vorbereitet“, versicherte Wunderlich.

Dann überlässt der Kapitän auf dem Weg und in der Nordschleuse den beiden Schleppern „Bugsier 4“ und „Bugsier 5“ die Feinarbeit. Angehörige von Besatzungsmitgliedern und wenige Schaulustige winken noch einmal herüber. Dann ist sie weg, die „Polarstern“. Zuerst geht es nach Spitzbergen, dann nach Norwegen und dann immer weiter in Richtung Norden.

Kostspielige Expedition

In den Wochen vor dem Start zu der 140 Millionen Euro teuren Expedition war die „Polarstern“ auf der Bremerhavener Lloyd Werft fit gemacht worden für die extremen Bedingungen der Expedition, die es in dieser Art noch nie gegeben hat. Die letzten Vorbereitungen werden nach dem Einlaufen des Schiffes in Tromsø beginnen. Vom 13. September an werden dort die Crew und das Material ausgetauscht sowie weitere Messgeräte installiert.

Klimawandel auf der Spur

Bis dahin nutzt das AWI die Polarstern für weitere Studien an einer Langzeit-Station in der Arktis, dem sogenannten AWI-Hausgarten in der Framstraße, dem Meeresgebiet zwischen Spitzbergen und der Nordostküste Grönlands. Dort sammeln die Wissenschaftler an Bord Daten von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee, um die Folgen des Klimawandels auf die Lebensvielfalt der Arktis zu erforschen.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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