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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Fieberhafte Suche nach Rettung für die „Seute Deern“

03.09.2019

Bremerhaven Vier Tage, nachdem das historische Segelschiff „Seute Deern“ nach einem vermutlich gewaltigen Wassereinbruch auf den Grund des Hafenbeckens beim Deutschen Schifffahrtsmuseum sank, geht in Bremerhaven derweil die fieberhafte Suche nach einer Lösung für das marode Wahrzeichen der Seestadt weiter. Die Kommunalpolitiker erwarten noch in dieser Woche konkrete Vorschläge für eine Bergung der Bark.

Ob sich der bis auf die Stahlmasten nur aus Holz bestehende Großsegler aber überhaupt noch retten lässt, gilt als fraglich. Niemand weiß, ob der morsche Rumpf des Schiffes bei Bewegungen mit schwerem Gerät von außen halten wird. Daher war sogar schon zu „besseren Zeiten“ des Schiffes der Gedanke an ein Verholen der „Seute Deern“ in eine Reparaturwerft immer wieder verworfen worden.

Dies ist jetzt schon der zweite Schicksalsschlag für das beliebte Segelschiff, an dem die Herzen vieler Bremerhavener hängen. Wie berichtet, brach im Februar spät abends ein Feuer im Bereich des Bordrestaurants aus. Und schon damals waren die Folgen einschneidend. Der neuerliche Zwischenfall dürfte die „Seute Deern“ in die Nähe eines wirtschaftlichen Totalschadens gerückt haben.

Doch davon will die Politik in Bremerhaven nichts wissen. Immer wieder wird betont, man hoffe, das Schiff retten zu können. Dazu will und muss auch der Eigner, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, beitragen. So oder so – teuer wird das am Ende allemal. Bislang kalkulierten Experten für die Sanierung der Bark in einer Reparaturwerft 32 Millionen Euro ein.

Mit diesem Geld, so ist inzwischen hinter vorgehaltener Hand zu erfahren, würde man nach der jüngsten Havarie des Schiffes aber vermutlich gar nicht mehr auskommen. Kritiker warnen unter Hinweis auf die „Gorch Fock“ schon heute davor, zu viel Geld in ein marodes Segelschiff zu pumpen.

Dieser Auffassung sind in Bremerhaven auch einige Bürger. Doch sie befinden sich in der Minderheit. Der größte Teil wünscht sich offenbar einen Wiederaufbau des Wahrzeichens am Alten Hafen.

Auch wenn die „Seute Deern“ als Kulturdenkmal bezeichnet wird, schon rund 50 Jahre in Bremerhaven liegt – gebaut wurde die „Süße“ nicht an der Weser, sondern in den USA. Später kam das Schiff nach Emden. 1964 sank es hier an seinem Liegeplatz schon einmal. Wie die Zukunft der „Seute Deern“ aussieht, bleibt unklar.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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