• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wer bezahlt für „Seute Deern“?

24.10.2019

Bremerhaven Aus für die „Seute Deern“: Der Stiftungsrat des Deutschen Schifffahrtsmuseums hat am Mittwoch erwartungsgemäß beschlossen, die Bark nicht mehr in ein Dock zu verholen, sondern im Hafenbecken abzuwracken. Damit folgt der Eigner der Bark einer Empfehlung von Gutachtern. Sie hatten dem maroden Schiff, wie berichtet, einen „konstruktiven Totalschaden“ attestiert.

Den Auftrag für einen sachgerechten Rückbau der „Seute Deern“ erhält die Hafengesellschaft Bremenports. Sie soll umgehend mit vorbereitenden Arbeiten beginnen und ein Konzept für den weiteren Umgang mit dem Schiff vorlegen. Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe erklärte dazu nach der Sitzung des Stiftungsrates, das werde eine schwierige Aufgabe.

Die Geschäftsführerin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Professor Dr. Sunhild Kleingärtner, bedauerte, von der „Seute Deern“ Abschied nehmen zu müssen. „Die große Anteilnahme am Schicksal des Schiffes zeigt, dass die ,Seute Deern’ einen besonderen Platz im Herzen vieler Bremerhavener und Gäste der Seestadt behalten wird.“ Zugleich kündigte Kleingärtner an, dass man wichtige Einzelteile von Bord, wie den Anker, das Steuerrad und die Galionsfigur sichern und erhalten werde.

Eine Sanierung des Segelschiffs spielte im Stiftungsrat offenbar keine Rolle mehr – schon mit Blick auf die Kosten. Bereits vor dem Absacken der „Seute Deern“ auf den Grund des Museumshafens kalkulierten Experten für einen Wiederaufbau 34 Millionen Euro ein. Die Bergung der Bark kostete 1,1 Millionen Euro. Rund 2,5 Millionen Euro soll laut Expertenmeinung der Rückbau des alten Frachtseglers verschlingen, dessen Rumpf in diesem Sommer 100 Jahre alt wurde. Woher das Geld für das Abwracken kommen soll, ist bislang unklar.

Aktuelle Untersuchungen auf der „Seute Deern“ deckten unter anderem auf, dass Pflegemaßnahmen in den vergangenen Jahren offenbar wohl oberflächlich und wenig professionell erfolgten. Ununterbrochen drangen lange Zeit große Mengen Wasser in das Schiff ein, die regelmäßig wieder herausgepumpt werden mussten. Das förderte den Verfall des Holzes.

Nach dem bevorstehenden Ende der „Seute Deern“ sollen nun alle anderen Bremerhavener Museumsschiffe auf ihren technischen Zustand hin untersucht werden.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
Rufen Sie mich an:
0471 95154216
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.