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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wann kommt der ICE in die Region?

16.12.2019

Bremerhaven /Oldenburg Seit 2001 fahren keine Intercity- und ICE-Züge mehr nach Bremerhaven, nur Regionalzüge und S-Bahnen. Die Hafenstadt an der Nordsee mit 119.000 Einwohnern will das ändern: Sie fordert, wieder an das Netz des Personenfernverkehrs angeschlossen zu werden. Die Stadt hat die Unterstützung des Landes Bremen sowie des niedersächsischen Umlandes – doch die Bahn hält sich bislang bedeckt.

„Für Bremerhaven ist es symbolisch von hoher Bedeutung, dass die Stadt wieder ans Fernbahnnetz angeschlossen wird“, sagt Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). Er sei zuversichtlich, dass es schon in den kommenden zwei Jahren so weit sein werde.

Mithilfe aus Bremen

Grantz hatte im März mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gesprochen. Für Januar ist laut einem Sprecher ein weiteres Gespräch mit der Deutschen Bahn geplant. Die Region an der Wesermündung sei wichtig mit 400.000 Einwohnern, neun Millionen Touristen im Jahr, mit Häfen, Technologiezentren und Hochschulen, argumentiert auch das Regionalforum Unterweser, heißt es weiter. Da sei es „nicht länger hinzunehmen, dass für die Unterweserregion der nächste ICE-Anschluss mindestens 45 Minuten (Bremerhaven) bis sogar zwei Stunden (Cuxhaven) entfernt ist“. In dem Forum kooperieren Bremerhaven und die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven.

Die Deutsche Bahn verweist auf Anfrage auf den Deutschland-Takt, der ab 2030 das Angebot im Personenfernverkehr deutlich verbessern soll. Konkrete Informationen für Bremerhaven aber könne „man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benennen“, so eine Sprecherin.

Das Bundesland Bremen unterstützt die Forderung von Bremerhaven. „Wir teilen das Ziel“, sagte ein Sprecher von Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Ein Mitarbeiter der Senatorin nannte bei Radio Bremen aber auch die Probleme. So sei etwa die Bahnstrecke Bremen-Bremerhaven durch Güterverkehr stark belastet.

Die Ausbaupläne der Bahn in der Region richten sich bislang ganz am Hinterlandverkehr der Häfen Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg aus. Im Bundesverkehrswegeplan hat das sogenannte Projekt Alpha E Priorität. Es sieht unter anderem ein drittes Gleis zwischen Bremen und Bremerhaven vor. Die vielen Güterzüge mit Exportautos könnten dann den Bremer Hauptbahnhof umfahren.

Konkurrenzsituation

Doch vor Mitte des nächsten Jahrzehnts wird das Projekt nach Angaben eines Bahnsprechers wohl kaum in Angriff genommen. Der Ausbau der Strecke Stade-Cuxhaven hat dem Plan zufolge keine Priorität mehr.

Doch auch Oldenburg pocht auf einen ICE-Anschluss im Taktverkehr. Derzeit ist eine substanzielle Verbesserung des Fernverkehrs jedoch nicht in Sicht. Um Klarheit über die zukünftige Fernverkehrsanbindung Oldenburgs und Wilhelmshavens zu bekommen, hat sich die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) an den Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, gewandt, teilte die Kammer jetzt mit. In dem von IHK-Präsident Gert Stuke und Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt unterzeichneten Schreiben heißt es, die aktuellen Planungen für einen Deutschland-Takt der Bahn hätten zu Verunsicherung und zu Anfragen an die IHK geführt, da man für Oldenburg eine Verschlechterung befürchte.

„Wir hoffen sehr, dass mit dem geplanten Deutschland-Takt auch der Nordwesten von mehr Verbindungen, besseren Anschlüssen und kürzeren Fahrzeiten profitiert und nicht abgehängt wird“, so Stuke und Hildebrandt. Sie bitten den Staatssekretär, sich für den Erhalt und Ausbau der ICE-Anbindung Oldenburgs sowie für eine bessere Fernverkehrsanbindung Wilhelmshavens einzusetzen.

Ein Vertreter des Bundesverkehrsministeriums sei eingeladen worden, an der nächsten Sitzung des IHK-Verkehrs- und Schifffahrtsausschusses teilzunehmen, heißt es vonseiten der IHK.

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