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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Reform: „Stille Behörde“ mit Weitblick

28.09.2019

Bremerhaven /Oldenburg Michael Stoike, der seit Jahren den Fahrstuhl im Bremerhavener Richtfunkturm bedient, hält immer im Bereich der unteren Aussichtsplattform an, um Besuchern einen weiten Blick über die Dächer der Seestadt zu ermöglichen. Freitagvormittag bringt Stoike ganz besondere Gäste noch eine Etage höher. Dort steigen auch fünf Herren in schwarzen Anzügen aus, die Führungsriege des noch jungen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee. Dieser Behörde gehört der mit Radar- und Funktechnik vollgestopfte Turm.

Bevor die Experten am großen Sitzungstisch Platz nehmen, werfen sie schnell noch einen Blick nach unten, auf die im Museumshafen liegende marode „Seute Deern“. Ob man sie sanieren werde, fragt einer. Doch darauf weiß auch in diesem Kreis so recht niemand eine Antwort.

Die nächsten zwei Stunden nutzen die Behördenchefs zu einer ausführlichen Darstellung des neu gegliederten Amtes. Es beschäftigt knapp 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den drei Standorten Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Insgesamt zählen die Ämter in Deutschland zu den „stillen Behörden“. Sie werden in der Öffentlichkeit seltener wahrgenommen.

Dabei kommt gerade dieser Behördensparte eine enorme Bedeutung zu. So werden 40 Prozent aller seewärtigen Güter im Zuständigkeitsbereich des hiesigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes umgeschlagen – das entspricht rund 120 Millionen Tonnen.

Auch die Finanzausstattung der Behörde kann sich sehen lassen. Dieses Jahr verfügt sie über 150 Millionen Euro. Im kommenden Jahr belaufen sich die Ausgaben auf etwa 200 Millionen Euro. Das meiste Geld, 79 Millionen, fließt in die Erhaltung von Wasserstraßen. 2020 wächst diese Summe auf dann 130 Millionen.

Kleinere Beträge sind für den Raum Oldenburg vorgesehen. Hier will das Amt im nächsten Jahr für 3,8 Millionen Euro eine neue Wendestelle anlegen lassen. Zudem wendet es 1,4 Millionen Euro für eine Behelfsbrücke auf. Erst danach, heißt es, werde die alte Cäcilienbrücke abgerissen.

Behördenchef ist Dr. Torsten Stengel. „Allein in der Deutschen Bucht verkehren in unserer Zuständigkeit rund 55 000 große Schiffe. Im Jadebereich sind es noch einmal 7000 bis 8000 Fahrzeuge“, erklärt Stengel vor Journalisten.

Ähnlich wie in der freien Wirtschaft, hat das Amt Mühe, geeignetes Fachpersonal zu bekommen. Daher wird die Eigenausbildung forciert.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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