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NWZonline.de Region

Bürgerinitiativen wehren sich gegen Windkraftausbau

08.02.2016

Hannover /Wismar Mit ihrem Wismarer Appell zum Ausbau der Windkraft vernachlässigen die norddeutschen Regierungschefs nach Ansicht von Windkraftkritikern aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ihre Vorsorgepflicht gegenüber den Einwohnern. Etwa 50 Vertreter von Bürgerinitiativen der drei Länder trafen sich am Sonnabend in Wismar und wandten sich mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die norddeutschen Landschaften würden durch die Windanlagen sinnlos ausgebeutet und zerstört, meinen die Dachorganisationen „Vernunftkraft“ in Niedersachsen, „Für Mensch und Natur – Gegenwind“ in Schleswig-Holstein und „Freier Horizont“ in Mecklenburg-Vorpommern. „Daher fordern wir eine bundesweit einheitliche Abstandsregelung zwischen jedweder Wohnbebauung und Windkraftanlagen, die mindestens dem zehnfachen der Anlagenhöhe entspricht“, heißt es in dem Schreiben.

Zudem verlangen sie, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen. Weiterhin weisen sie auf bislang unkalkulierbare gesundheitliche Gefahren für die Anwohner von Windparks hin.

Ende Januar hatten die Nord-Regierungschefs gemeinsam mit dem Bundesverband Windenergie, dem Arbeitgeberverband Nordmetall und der IG Metall Küste den weiteren Zubau an Land von 2,5 Gigawatt Leistung pro Jahr gefordert. Auf See sollen auch im kommenden Jahrzehnt zwei bis drei Windparks pro Jahr neu ans Netz gehen.

Auch in Nordwest-Niedersachsen wird der Widerstand größer. Vor allem in Ostfriesland mit einer besonders hohen Dichte an Windparks wächst die Verärgerung über den Bau neuer und größerer Anlagen.

Vergangene Woche hatten Anwohner bei der ersten Bürgerbefragung in der Samtgemeinde Esens (Kreis Wittmund) weiteren Windpark-Projekten eine klare Absage erteilt.

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