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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Friesenbrücke In Weener: Bund will Kostenbeteiligung für möglichen Neubau prüfen

21.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-12T16:24:29Z 280 158

Friesenbrücke In Weener:
Bund will Kostenbeteiligung für möglichen Neubau prüfen

Hannover/Weener Der Bund und das Land Niedersachsen ringen weiter um einen Neubau der von einem Frachtschiff zerstörten Friesenbrücke in Weener. Nach Beratungen im Verkehrsministerium in Hannover am Montagabend sicherte der Bund zu, bis Ostern eine Beteiligung an den Mehrkosten zu prüfen, die bei einem Neubau statt einer bloßen Reparatur der Eisenbahnbrücke entstehen. Wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, werden die Meyer Werft in Papenburg sowie die Niederlande definitiv kein Geld zu einem Neubau zuschießen. Niedersachsen indes ist bereit, fünf Millionen Euro der Mehrkosten zu zahlen und sowie einen Großteil der Baukosten vorzufinanzieren.

Ein Schiff hatte die Brücke am 3. Dezember 2015 gerammt, der Zugverkehr zwischen Leer und dem niederländischen Groningen ist seitdem unterbrochen. Als Favoritenlösung galt bisher eine schlichte Reparatur, die 30 Millionen Euro kostet. Die Meyer Werft stellte dann Überlegungen zu einem größeren Umbau an, um eine leichtere Durchfahrt von neugebauten Kreuzfahrtschiffen von der Werft in Papenburg Richtung Nordsee zu ermöglichen. Knackpunkt sind die Mehrkosten, die so ein Neubau kostet. Bislang war von 15 Millionen Euro die Rede. Am Montagabend aber bezifferte die Bahn diese Kosten unter Verweis auf erhöhte Betriebsausgaben auf 20 Millionen Euro.

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) bat den Berliner Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) am Montagabend eindringlich, eine Bundesbeteiligung zu prüfen. Eine Antwort soll nun bis zur Woche vor Ostern vorliegen. Problematisch ist, dass der Bund zusätzliche Ausgaben nur vornehmen kann, wenn diese wirtschaftlich auch gerechtfertigt sind. Dies scheint auf der schwach genutzten Bahnstrecke Richtung Leer schwierig.

Um weiteren Zeitverzug zu verhindern, setzt die Deutsche Bahn die Planung für eine Reparatur der Brücke ungeachtet der anhaltenden Diskussion um einen Neubau fort. Da die Versicherung der Reederei lediglich 4 Millionen Euro des Schadens abdeckt, hatte die Bahn sich zur Übernahme der übrigen 26 Millionen Euro für eine Reparatur bereiterklärt, die allerdings zunächst vom Land Niedersachsen vorfinanziert werden.

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