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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Was morgen auf den Teller kommt

17.05.2019

Cloppenburg /Vechta Schon in rund 30 Jahren werden rund zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Um sie alle ausreichend ernähren zu können, müsste die Produktion an Nahrungsmitteln deutlich gesteigert und etwa die von Fleisch auf rund 470 Millionen Tonnen im Jahr verdoppelt werden, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen. Ist das überhaupt möglich? Oder müssen Alternativen gefunden werden?

Um diese Frage drehte sich eine Veranstaltung, zu der der Verbund Oldenburger Münsterland und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland am Mittwoch ins Kreishaus Cloppenburg geladen hatten. In seiner Begrüßung machte Verbund-Präsident und Landrat Johann Wimberg deutlich, wie wichtig es sei, über den Tellerrand zu blicken. Gerade als Region, die traditionell sehr stark im Bereich der Ernährungswirtschaft sei, müsse man sich intensiv mit Zukunftsfragen beschäftigen und auf Trends rechtzeitig reagieren. „Und genau das tun wir.“

Rückendeckung fand Wimberg bei Michael Carl vom renommierten 2b Ahead ThinkTank in Leipzig. Der Zukunftsforscher mahnte, dass es höchste Zeit sei, umzudenken. „Die Zukunft schmeckt jedem anders. Das attraktive Lebensmittel der 2020er Jahre richtet sich konsequent auf die Daten des einzelnen Kunden aus, seine Gesundheit, seine Emotionen, seine Vorlieben.“ Wissenschaftler in aller Welt hätten sich auf die Suche nach alternativen Eiweißquellen begeben. Und seien längst fündig geworden.

Auch im Oldenburger Münsterland. So investiert die PHW-Gruppe (Sitz in Visbek/Kreis Vechta) in Start-ups für sogenanntes In-Vitro-Fleisch (Laborfleisch), Insekteneiweiß oder Fischimitat. Ziel sei es, sich künftig verstärkt als Anbieter von hochwertigen Proteinprodukten zu positionieren. Zu den Vorreitern der neuen Ernährungstrends zählt die Rügenwalder Mühle. Das Familienunternehmen aus Bad Zwischenahn hat im Dezember 2014 als erstes rein fleischverarbeitendes Unternehmen begonnen, vegetarische und vegane Fleischalternativen herzustellen. Heute macht diese Produktlinie aus 27 Artikeln (elf vegane) über 30 Prozent des Umsatzes aus.

Uwe Bartels, Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums, begrüßte, dass traditionelle Fleischhersteller aus dem Oldenburger Münsterland sich „massiv in diesem hochinteressanten Produktbereich engagieren und weltweit an Start-ups oder Unternehmen beteiligen, die alternative Proteinquellen nutzen“. In seinem Fazit legte Jan Kreienborg, Geschäftsführer des Verbunds Oldenburger Münsterland, dar, dass die Region in allen Bereichen auf Innovation setze. „Wir machen uns Gedanken um die Zukunft und wollen an ihrer Entwicklung teilhaben.“

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