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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Das schönste Schiff im Ärmelkanal

02.09.2008

ms „Oldenburg“

im Fernsehen

Aktuelle Bilder von der MS „Oldenburg“ sowie historische Aufnahmen aus ihrer Zeit an der Nordseeküste werden am Sonnabend, 27. September, um 16 Uhr im 1. ARD-Fernsehen gezeigt.

In einer Reportage über „Englands coole Camper“ berichtet London-Korrespondent Björn Staschen vom NDR auch über die „Oldenburg“, die Touristen auf die Insel Lundy bringt.

Gefeiert wurde mit eigens gebrautem Bier. Hempens Vater war lange Jahre Kapitän auf dem Schiff.

Von Hartmut Kern

Bideford/Oldenburg/Wangerooge/Harlesiel Für den 63-jährigen Reinhard Hempen war es eine „Geburtstagsfeier, wie sie schöner nicht hätte sein können“. Der frühere Vertriebsingenieur war extra aus dem niederrheinischen Dinslaken nach Bideford an der Nordküste der südwestenglischen Grafschaft Devon gereist, um zusammen mit seiner Frau Petra als Ehrengäste den 50. Geburtstag der „MS Oldenburg“ zu feiern. Sein Vater Franz war von 1958 bis 1979 im Fährverkehr zwischen Harlesiel und Wangerooge Kapitän auf der „Oldenburg“. Das Schiff wurde im November 1984 nach England verkauft und fährt seitdem von Bideford und Ilfracombe zur Insel Lundy.

Vor 24 Jahren hatte Hempen die „Oldenburg“" zum letzten Mal gesehen. Als er jetzt wieder an Bord ging, war es für ihn, als ob die Zeit stehen geblieben sei. „Die Theke sieht aus wie früher und die Stühle in der Kammer meines Vaters haben noch die Originalpolster von damals“, freut sich Hempen. Gerd Huber allerdings, der das Ehepaar Hempen begleitete und Maschinist auf der „Oldenburg“ bei der letzten Fahrt zwischen Wangerooge und Harlesiel war, vermisste „seine alte Maschine und den früheren Ladekran“. Sie wurden mittlerweile ersetzt und auch Hubers Kammer dient inzwischen als Laderaum, da die Mannschaft nicht mehr auf dem Schiff übernachtet.

Gefeiert wurde der 50. Geburtstag bei einer mehrstündigen Fahrt auf dem Torridge River. An Bord rund 160 Passagiere, die von einer Jazzband unterhalten wurden, dazu extra gebrautes Geburtstagsbier und eine riesige Torte, verziert mit Bildern von der „MS Oldenburg“. Die Post hatte einen Ersttagsbrief mit Briefmarken der „Oldenburg“ herausgegeben und auch der regionale Fernsehsender berichtete von der Feier. Liebevoll nennen die Engländer die „Oldenburg“ auch „Große alte Dame“ und pflegen das „schönste Schiff im Kanal von Bristol“ so, dass sich Hempen sicher ist, „dass es ganz bestimmt auch noch den 75. Geburtstag erlebt“.

Wie in den 60er Jahren zwischen Harlesiel und Wangerooge versorgt die Oldenburg jetzt die Insel Lundy mit Frachtgütern. Auf der Felseninsel im Bristol-Kanal mit einem Höhenunterschied von 400 Metern zwischen Anleger und Dorf leben lediglich etwa 30 Menschen. Lundy ist die Insel der Papageientaucher und wird gern von Campern, Wanderern, Kletterern und Vogelfreunden besucht.

Bei seinen Nachforschungen über die „Oldenburg“ hat Hempen auch noch einiges mehr erfahren. So gibt es auf der ganzen Welt rund 60 Schiffe, die den Namen „Oldenburg“ tragen, in Bremen lebt ein ehemaliger Kapitän namens Oldenburg, schon bald soll eine neue Korvette der Bundesmarine auf den Namen „Oldenburg“ getauft werden und schließlich sind mehrere Modellbauer dabei, die das Schiff nach Originalplänen in Miniaturausgabe nachzubauen.

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