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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Zu wenig Hebammen im Land

04.05.2018

Delmenhorst /Berlin Der Deutsche Hebammenverband beklagt schlechte Zustände in der Geburtshilfe. Geburtsstationen würden mangels Personal geschlossen, Frauen wegen Überfüllung der Kreißsäle abgewiesen und es fehlten freiberufliche Hebammen für das Wochenbett, sagte die Präsidentin des Hebammenverbands, Ulrike Geppert-Orthofer, am Donnerstag in Berlin. Anlass ist der Internationale Hebammentag am Samstag, 5. Mai.

Über Hebammen-Mangel klagt auch der Landescaritasverband im Oldenburger Land, der in 13 Orten im Oldenburger Land katholische Beratungsstellen betreibt. 60 Prozent der Klientinnen der klagten darüber, in Delmenhorst keine Hebamme für die Nachsorge im Anschluss an die Geburt ihres Kindes zu finden. Das berichtet die Beraterin für Fragen rund um eine Schwangerschaft beim Caritasverband Delmenhorst, Ruth Bock-Janik. Auch ein Platz in einem Geburtsvorbereitungskurs sei „nur schwer zu ergattern“, weiß die erfahrene Beraterin.

Damit stimmt sie mit den Erfahrungen an allen 13 Standorten im Oldenburger Land überein, berichte die zuständige Referentin für Fragen zur Schwangerschaft beim Landes-Caritasverband, Rita Schute. „Eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen ist nicht mehr gegeben“, so ihr Fazit. Teilweise versuche die Caritas dies aufzufangen durch Kurse wie „Eltern werden – Eltern sein“.

Bedingt durch den Rückgang des Flüchtlingsstroms seien im Oldenburger Land 2017 mit 2438 Frauen zwar acht Prozent weniger Klientinnen in die Einrichtungen gekommen, aber immer noch 100 mehr als im Jahr 2015.

Als häufigsten Grund für das Aufsuchen der Stelle hätten die werdenden Mütter finanzielle Schwierigkeiten genannt. Entsprechend wurden durch die Beratungsstellen für knapp 1500 Anträge 740 000 Euro aus Mitteln der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ weitergeleitet sowie weitere 80 000 Euro aus kirchlichen und kirchnahen Stiftungen.

55 Prozent aller Klientinnen in den katholischen Einrichtungen zwischen der Nordsee und den Dammer Bergen hatten darüber hinaus keinen Berufsabschluss. 47 von hundert keine deutsche Staatsangehörigkeit. Eine Zahl, die mit 57 Prozent in Delmenhorst sogar über dem oldenburgischen Durchschnitt liege, so Bock-Janik. Aus Rumänien oder Syrien kommend sei gerade Erstgebärenden das deutsche Sozialsystem häufig völlig unbekannt.

Per Übersetzer werde dann informiert, wann die Frau sich im Krankenhaus anmelden muss, wann ihr Mutterschutz beginne und wie lange er dauere.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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