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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Die Ansprüche im Pflegeberuf sind stark gestiegen“

21.12.2011

FRAGE: Abitur als Zugangsvoraussetzung für den Krankenschwester-Beruf – was würde das für das Evangelische Krankenhaus bedeuten?

FRERS: Das wäre berufspolitisch eine Aufwertung. Die Ansprüche in dem Beruf sind stark gestiegen. Von daher wäre es nicht verkehrt, wenn Bewerberinnen und Bewerber eine längere Schulausbildung mitbringen. Wir sprechen übrigens nicht mehr von Krankenschwestern – die korrekte Berufsbezeichnung lautet Gesundheits- und Krankenpflegerin beziehungsweise -Pfleger.

FRAGE: Haben Sie die Sorge, nicht mehr genügend Bewerber zu finden?

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FRERS: Das ist schwer abzuschätzen. Möglicherweise würden sich tatsächlich zu wenige Nachwuchskräfte finden, wenn eine zwölfjährige Schulzeit vorausgesetzt wird. Andererseits könnten sich durch eine Aufwertung des Berufsbilds auch mehr Abiturienten angesprochen fühlen. Ich kann die Auswirkungen nicht sicher vorhersagen.

FRAGE: Setzt die Arbeit einer Krankenschwester eigentlich ein Abitur voraus?

FRERS: Der Vorschlag aus Brüssel spricht von einer zwölfjährigen Schulzeit. Das könnten in Deutschland auch Berufsschulabsolventen mit Fachhochschulreife sein. Wir haben in der Pflege in der Tat sehr unterschiedliche Anforderungsprofile. Neben Arbeiten, bei denen eine akademische Qualifikation benötigt wird, gibt es Aufgaben mit einem weniger hohen Verantwortungsbereich. Das müsste auch bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich unterschiedliche Ausbildungsgänge entwickeln.

FRAGE: Wie könnte der Pflegeberuf attraktiver werden?

FRERS: Ein Aspekt für junge Menschen ist sicher die Höhe des zukünftigen Gehalts, wie attraktiv der Beruf für sie ist. Wenn ich Pflegekräfte besser bezahle, steigt das Interesse an dem Beruf. Wichtig ist auch die gesellschaftliche Anerkennung, wobei ich in unserer Gesellschaft eine hohe Wertschätzung für Pflegekräfte sehe. Ganz wichtig sind auch die Aufstiegschancen. Hieran wird derzeit stark gearbeitet, zum Beispiel durch die Weiterentwicklung von Pflegestudiengängen.

Ulrike Frers ist Lehrerin an der Krankenpflegeschule am Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg. Die Schule verfügt über 75 Ausbildungsplätze und bildet seit fast 100 Jahren Menschen für Aufgaben im Bereich der Pflege aus.

 @ http://www.evangelischeskrankenhaus.de

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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