• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Die Region drückt aufs Tempo

23.01.2017

Weener Vor einem Spitzentreffen zum Wiederaufbau der Friesenbrücke an diesem Montag drücken die Region und die Industrie aufs Tempo. Es dürfe nicht zu unnötigen Verzögerungen kommen, forderte die grenzüberschreitende Ems-Dollart-Region. Beiderseits der Grenze sei man auf einen Neustart der Bahnverbindung von Groningen Richtung Niedersachsen und Bremen angewiesen, sagte der Geschäftsführer des deutsch-niederländischen Zweckverbandes, Karel Groen. Die Befürchtung sei, dass das Planungs- und Genehmigungsverfahren auf deutscher Seite zu viel Zeit koste.

Am Montag wollen Bahnchef Rüdiger Grube, Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) und der Chef der Meyer Werft in Papenburg, Bernard Meyer, über den Wiederaufbau der zerstörten Brücke beraten.

„Es ist ein deutsch-niederländisches Wir-Gefühl entstanden in der Region, es gibt lange Wegstrecken – und uns ist an schnellen Verbindungen gelegen“, so Groen. Der Region gehe es um eine gute Verbindung von Groningen nach Bremen. Erforderlich sei nun eine schnelle Lösung.

Ein Frachtschiff hatte die Bahnbrücke über die Ems am 3. Dezember 2015 gerammt. Als Favoritenlösung galt bisher eine schlichte Reparatur der schwer beschädigten Brücke. Die Meyer Werft stellte Überlegungen zu einem größeren Umbau in mehreren Varianten an, um eine leichtere Durchfahrt von neugebauten Kreuzfahrtschiffen der Werft zu ermöglichen. Den Vorstoß sehen viele wegen der Gefahr einer weiteren Verzögerung skeptisch.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) mahnt derweil eine „nachhaltige Lösung“ an. „Wenn wir Geld in die Hand nehmen, dann muss die Verbindung Oldenburg-Groningen vernünftig funktionieren“, sagte er im Gespräch mit der NWZ . Es hilft niemandem, wenn man eine Brücke für große Schiffe oder den Transport von Schiffsegmenten jedes Mal drei Tage sperren muss, weil diese rausgehoben wird.“

Lies gibt zu bedenken: „Wenn wir etwas anderes bauen als das, was dort vor bald 100 Jahren errichtet wurde, brauchen wir ein sauberes rechtliches Verfahren. Das kostet drei Jahre mehr. Akzeptieren wir das oder nicht? Ohne die Ergebnisse der Runde am Montag vorwegzunehmen: Man sollte eine Zeitverzögerung von drei Jahren hinnehmen, um dafür in den nächsten 50 Jahren eine gesicherte Verbindung zu haben.“
Gunars Reichenbachs
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

Weitere Nachrichten:

SPD | Meyer-Werft

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.