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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

NACHTLEBEN: Diskos setzen in Krise auf neue Konzepte

23.07.2009

WILDESHAUSEN /SANDE Die Wirtschaftskrise macht auch vor den Diskotheken in Niedersachsen und Bremen nicht halt. Die Besucherzahlen sind vielfach zurückgegangen und zugleich sind die Ansprüche der Jugendlichen an eine Disko gestiegen.

„Der normale Diskothekenabend hat starke Einbrüche“, sagte Rüdiger Scholz, Geschäftsführer der „Rosenhof GmbH“ in Osnabrück. Er setze deshalb auf Partys, Events und Konzerte.

Immer weniger Besucher

Ein ganzes Maßnahmenpaket hat Thorsten Bruns, Geschäftsführer der „Fun Factory“ in Wildeshausen geschnürt, denn „das Ausgehverhalten hat sich verändert“. Junge Leute gingen nicht mehr so oft aus, dafür aber zielgerichteter. Darum lockt die Großraumdisko Gäste sowohl über musikbezogene Mottopartys, als auch über den Preis: „Wir bieten Abwechslung, eine Happy Hour vor Mitternacht und Komplettpakete mit günstigem Getränk und Eintritt.“

Man erreiche zwar nicht mehr die „große Masse“, doch der Pro-Kopf-Verbrauch sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Wenn sie feiern, dann richtig“, so Bruns. Wochentags hat die „Fun Factory“ darum nur noch zur Ferienzeit geöffnet.

Der Diskothekenbranche gehe es allgemein schlechter, sagte Eric Janssen, Geschäftsführer von „Janssen's Tanzpalast“ in Cuxhaven. „Vor 20 Jahren konnte man eine Disko aufmachen und alle kamen.“

Die Diskothek „La Viva“ in Bremen hat an Wochenenden einen Besucherrückgang von etwa 20 Prozent registriert, vor allem am Freitag. „Viele Schüler, Studenten und Auszubildende haben zwei Jobs am Wochenende. Dann bleiben sie lieber freitags zu Hause“, sagte Betriebsleiter Bülent Ünal. „Immer weniger Zeit, immer weniger Geld.“

Im „Twister Dance“ in Sande gibt es seit Anfang 2009 einen Besucherrückgang vor allem bei der Zielgruppe der 18- bis 25-Jährigen. „Die jungen Menschen gehen mit ihrem ersten verdienten Geld vorsichtiger um“, meinte Marketingleiterin Saskia Wöstmann. „Der Trend ist später zu kommen und länger zu bleiben.“ Die Disko hat nur noch am Wochenende geöffnet. „Freitags hat sich das durch den Rückgang nicht mehr gelohnt“, erklärte Wöstmann.

Lösung Komplettpakete?

Nach Ansicht von Rüdiger Scholz aus Osnabrück gibt es in der Branche Überkapazitäten. „Nur die, die eine permanente Erneuerung schaffen und sich entwickeln“, würden weiterbestehen.

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Das sieht Wöstmann ähnlich: „Früher reichte der Künstler auf der Bühne, heute wollen die Leute ein Komplettpaket mit günstigem Getränk und Eintritt.“

Auf Sonderaktionen setzt auch der „Club Savoy“ im ehemaligen Gebäude der Landeszentralbank in Göttingen. Der Club, dessen Musikspektrum von House, Alternative über Charts und Black-Music bis Hip Hop reicht, hat nach Angaben eines Sprechers „in den Semesterferien immer etwas Flaute“.

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