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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Mehr Aufwand für Küstenschutz

11.10.2019

Ditzum Im vorigen Jahr waren es Risse im ausgetrockneten Erdreich, diesmal sind es Mäuselöcher im Boden: Irgendwo ist immer etwas kaputt an den Deichen in Niedersachsen. Bei der Jahresinspektion der Rheider Deichacht in Ostfriesland fallen erst nur Kleinigkeiten wie abgebrochene Grasnarben auf.

In Zukunft werden die Aufgaben des Küstenschutzes deutlich wachsen, befürchtet Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD): „Der Klimawandel und seine Folgen sind schon jetzt nicht nur zu spüren, sondern auch zu sehen“, sagte der Minister am Donnerstag in Ditzum an der Ems.

Stürme, Hochwasser und in diesem Jahr besonders viele Nagetiere knabbern an den Deichkronen. Die Deichschäfer sorgen sich zudem um haufenweise Kot von Wildgänsen. Noch mehr fürchten sie die Ankunft von Wölfen, die ganze Schafherden in Panik versetzen könnten. Umweltminister Lies kennt die aktuellen Sorgen der Deichverbände, doch er sieht vor allem die neuen Herausforderungen beim Küstenschutz.

„Müssen die Deiche künftig anders gebaut werden, gibt es dafür genug Material, und welche Folgen hat das für das Hinterland?“, beschreibt Lies künftige Aufgaben, wenn der Meeresspiegel steigt und immer stärkere Stürme heranziehen. Der Minister und die Deichverbände erhoffen sich deutliche Vorteile, wenn künftig Schlick aus dem Deichvorland im Hinterland aufgespült wird. „Nach etwa 10 bis 15 Jahren wird aus Schlick Klei, der für den Deichbau genutzt werden kann“, sagt Oberdeichrichter Meint Hensmann von der Rheider Deichacht.

Nach Ansicht von Küstenschutzexperten werden allein höhere Deiche die Folgen des Klimawandels nicht aufhalten können. Die Bauwerke müssen dauerhaft stabil sein und notfalls auch verbreitert werden, erwarten Fachleute.

All diese Aufgaben wird Niedersachsen nach Ansicht von Lies auf Dauer nicht allein stemmen können, der Bund müsse daher mehr für den Küstenschutz der norddeutschen Länder tun. Der Minister rechnet an der Nordseeküste mit Milliarden-Investitionen. Mit etwa 60 Millionen Euro im Jahr werde Niedersachsen langfristig nicht auskommen.

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